Spessart Nachrichten

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Babenhausen.
Der Heimat- und Geschichtsverein hat in der historischen Stadtmühle eine heimatkundliche Bibliothek aufgebaut. In den Regalen lagern die Geschichte von Gemeinden und Städten des Kreises, Schriften von Vereinen und Organisationen. Erinnert wird auch an die Geschichte der jüdischen Gemeinden in der Region. Interessierten steht die Bücherei an Samstagen von 15 bis 17 Uhr offen oder nach Vereinbarung über das Fremdenverkehrsbüro.31. 5. - Main-Echo, Ausgabe Hessen.

Darmstadt.
Die Wächtersbacher Steingutfabrik gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Produzenten von Gebrauchskeramik in Deutschland. Im Lauf der mehr als 150jährigen Produktionsgeschichte ist es gelungen, einen für Wächtersbach typischen Stil zu entwickeln. Das Steingut steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im Museum Künstlerkolonie in Darmstadt bis zum 2. September. Sie ist geöffnet von dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. 8. 6. - Main-Echo, Ausgabe Hessen.
Wenighösbach.
Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt und Schüler des Hösbacher Hanns-Seidel-Gymnasiums wollen das Geheimnis eines alten Kellers in der Kahlgrundstraße lüften. Der Keller befindet sich auf der höchsten Stelle des Ortes. Da es unterhalb der Kahlgrundstraße eine Gemarkung "Schloßwiese" gibt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass hier einmal ein mittelalterlicher Wohnturm gestanden hatte.1. 6. - Main-Echo.
Marktheidenfeld.
In ihrer Facharbeit "Vielfalt der Dialekte" untersuchte Sabine Aschauer, Abiturientin am Balthasar-Neumann-Gymnasium in Marktheidenfeld, die unterschiedlichen Ausprägungen des Dialekts im Raum des Altlandkreises Marktheidenfeld. Untersucht wurde ein Text des bayerischen Innenministers Günther Beckstein, den die Abiturientin drei erwachsenen Frauen in Bischbrunn, Homburg und Trennfurt vorlegte. Die Übertragung der (gedruckten) Hochsprache in die Umgangssprache in den drei Ortschaften ergab unterschiedliche Ergebnisse. Die Verfasserin meint, die Einzigartigkeit des unterfränkischen Dialektes sollten wir schätzen, "damit wir nicht einen Teil von uns allen verlieren".9. 6. - Main-Echo, Marktheidenfeld.
Mönchberg.
Die Mönchberger Pfarrkirche St. Johannes feiert im September die 250. Wiederkehr ihrer Erbauung. Zum Jubiläum wird nicht nur der Turm restauriert sondern auch der Dachstuhl saniert und das Kirchendach mit neuen Schieferplatten gedeckt. Am 1. Juni war Richtfest. Aus diesem Anlass wurden der neu vergoldete Turmknauf und der Engel aufgezogen und in 42 Metern Höhe wieder befestigt.2. und 16. 6. - Main-Echo, Ausgabe Obernburg.
Tiefenstein-Lengfurt.
Im alten Steinbruch der Heidelberger Zement AG werden zwei junge Uhus flügge. Auch das ist das Ergebnis der allmählich sich ausbreitenden Natur im rekultivierten Steinbruch am sogenannten Locksberg. Natur pur hat sich im eingezäunten Areal des ehemaligen Steinbruchs nach Ansicht von Fachleuten entwickelt. Frei von Pestiziden entwickelte sich ein Kulturbiotop, das den Greifvögeln Nahrung bietet.12. 6. - Main-Echo, Marktheidenfeld.
Wörth.
Der "Michaelshafen" an der Firma SAF wird derzeit auf seine Tiefe von 2,50 Metern ausgebaggert. Hier soll später auch ein Liegeplatz für historische Schiffe für das Schifffahrtsmuseum entstehen.5. 6. - Main-Echo, Obernburg.
Hafenlohrtal.
Noch im 19. Jahrhundert war die Hafenlohr ein Flößbach. Scheitholz wurde so aus den Wäldern preiswert zum Mainufer befördert. Teiche, wie der bei Diana, waren dazu nötig, um die Fließmenge des Baches zu regulieren. Auch Sägewerke und Turbinen profitierten in wasserarmen Zeiten von diesen Wasservorräten. Heute sind die Teiche bei Diana eine Naturoase geworden, wo Gebirgsstelze, Plattbauchlibelle, Ringelnatter und Bergmolch einen naturnahen Lebensraum gefunden haben.7. 6. - Main-Echo.



Diese Kurznachrichten aus der Kulturlandschaft Spessart sind den zehn Lokalausgaben des Main-Echo und seinen Heimatzeitungen entnommen. Den vollen Wortlaut finden Sie unter www.main-netz.de

Kreis Miltenberg.
Hedi Eckert, frisch bestallte Kreisheimatpflegerin, sammelt und sichtet die historischen Trachten am Untermain. Sie stellte nach kurzer Zeit fest, dass es kaum eine allgemein verbreitete Tracht in dieser Region gab. Da Tracht auch Arbeitskleidung war, ist heute fast nichts mehr an Anschauungsmaterial vorhanden. Fast alles wurde nach Gebrauch weggeworfen. Glücklicherweise gibt es einige Überlieferungen. So schrieb der Stadtprozeltener Amtsgerichtsrat Dr. Ludwig Döring über die Kleidung der Spessartbewohner: Sie ist besonders an den Werktagen, Sommers wie Winters, dieselbe. Ein dreieckiger Hut, durchwegs leinene, grobe Hosen, ein dergleichen Kittel, meistens Schuhe und eine schwarze baumwollene Halsbinde. Im Winter wird noch eine solche leinene Hose als Unterhose benutzt. Neben solchen Beschreibungen ist Frau Eckert angewiesen auf jeden Hinweis, den sie über das Thema Tracht im Spessart bekommen kann. Sie freut sich über jeden Anruf unter 09378/436 in Neukirchen-Richelbach.13. 6. - Bote vom Unter-Main.
Mömbris-Schimborn.
Zum Abschluss der Renovierung der alten Schimborner Kirche (Foto) wurde eine zweibändige Chronik über Schimborn vorgestellt. Der Verfasser Hans Friedel behandelt in einem Band die Geschichte des Dorfes (388 Seiten) und im anderen die der Pfarrei (300 Seiten). Beide reich bebilderten Bände können nur zusammen abgegeben werden, zu beziehen beim Verfasser in Mömbris-Schimborn, Tel. 06029/8560. 15. und 19. 6. - Main-Echo, Alzenau.
Gemünden.
Nicht immer stand das Huttenschloss auf Gemündener Gebiet. 1243 wurde die Stadt Gemünden geteilt. Während der eine Teil an Würzburg fiel, verblieb Kleingemünden bei den Grafen von Rieneck. Diese hatten im Jahr 1317 und dann wieder 1463 bis 1486 Rechte an das Stift Peter und Alexander nach Aschaffenburg verkauft. Der zu Kleingemünden gehörende "Uzenhag" war ein begehrtes Jagdrevier. Das Huttenschloss wurde erst Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Bis 1975, als der Hochwasserdamm gebaut wurde, setzte die Schneeschmelze Kleingemünden unter Wasser.15. 6. - Main-Echo, Gemünden.
Würzburg.
Computertechnologie hilft Grabungen zu minimieren. Beim Deutschen Archäologentag in Würzburg wurden neue naturwissenschaftliche Methoden vorgestellt, die Einblicke in das Erdreich gewähren, ohne die Oberfläche anzukratzen. Eine neue Methode der Computerdokumentation von Fundstücken vor Ort ermöglicht es, die genaue Fundsituation, beispielsweise von Münzen oder Scherben, auf dreidimensionale Weise zu rekonstruieren. Als eine "wissenschaftliche Sensation" wurde die Entdeckung eines römischen Militärstützpunktes aus der Zeit des Kaisers Augustus bewertet.16. 6. - Main-Echo.
Collenberg-Reistenhausen.
Reistenhausen feiert in diesem Jahr sein 800jähriges Bestehen. In einer Urkunde wurde 1201 ein Eberhardus de Ristenhusen genannt. Geprägt wurde die Ortsgeschichte von den Rüdten von Collenberg sowie dem Zisterzienserinnenkloster Himmelthal. 1714 erwarben die Grafen von Reigersberg die volle Dorfherrschaft. Landesherr war bis 1810 der Mainzer Kurfürst. Seit 1814 ist Reistenhausen bayerisch. Die Eigenständigkeit des Ortes endete 1971 durch einen freiwilligen Zusammenschluss mit Fechenbach und dem neuen Ortsnamen Fechenbach (Luftaufnahme). Zum Jubiläum ist ein Mundartenbuch mit CD erschienen, zu beziehen durch den Förderverein, Kirschfurter Straße 7 in 97903 Collenberg.20. 6. - Bote vom Unter-Main.
Kreis Aschaffenburg.
Eng verbunden mit der Geschichte des Spessarts ist die ehemalige Villa Elsava bei Hobbach. Sie wurde 1830 von der Familie Rexroth gebaut. 1889 wurde sie von den Ärzte-Brüdern Wehsarg als Kurhaus in Betrieb genommen, nach einer Schenkung an die Stadt Aschaffenburg zunächst Kreisaltersheim und ab 1984 Teil des neuen Schullandheimes. Nach der Neugestaltung ist die Villa Elsava das größte Schullandheim in Unterfranken und eines der schönsten in Deutschland (Foto László Ertl).21. 6. - Main-Echo.
Großostheim.
Am 24. Juni feierte der Großostheimer Wanderverein Nöthig sein 50. Bestehen mit einem Marktplatzfest des Geschichtsvereins. Am Gründungstag, dem 14. Juli, folgt eine akademische Feierstunde mit Ehrungen im Rathaus. Seinen Namen leitet der Wanderverein ab von Jakob Christian Nöthig (1835-1900), der 1880 Gründungsvorsitzender der Spessartfreunde war.22. 6. - Main-Echo.
Mainz-Weisenau.
Beim 86. Gaufest des Rhein-Main-Gauverbands in Mainz-Weisenau wurde der "Maintaler"-Trachtenverein aus Aschaffenburg mit dem 1. Preis in der Kategorie "Volkstracht" ausgezeichnet (Foto Rödelsperger). Die Gebirgstrachtenträger "Adler" aus Mainaschaff belegten den 4. Platz in der Klasse "Miesbacher Tracht".23. 6.- Main-Echo.
Frammersbach.
Drei Wildkatzen wurden am 20. Juni im Wald zwischen Frammersbach und Ruppertshütten vom Leiter der Forstdienststelle in die Freiheit entlassen. Der Ort der Auswilderung ist trocken und sonnig, mit einem Tümpel in der Nähe und fernab von stark frequentierten Wanderwegen. Die scheuen Wildkatzen finden ein Jagdrevier von etwa drei Quadratkilometern vor (Foto Titelseite Klaus Werthmann).23. 6. - Lohrer Echo.
Rothenfels.
Als Julius Echter von Mespelbrunn 1573 sein Amt als Fürstbischof von Würzburg antrat, war ihm die Pflege der Armen, Alten, Kranken und Waisen ein wichtiges Anliegen. 1576 gründete er das Juliusspital in Würzburg. Schon fünf Jahre später, nämlich am 25. April 1601 stiftete er auch in Rothenfels eine solche Einrichtung, der 1607 ein weiteres Juliusspital in Volkach folgte. Rothenfels, als Mittelpunkt für weitere 17 kleinere Gemeinden, hatte damals nur etwa 240 Einwohner. Für das Spital gab es eine Hausordnung, die die religösen Übungen ebenso regelte wie die gemeinsamen Mahlzeiten. Ausgang gab es nur mit Genehmigung, Wirtshausbesuche waren streng verboten. Nach der Säkularisation hatte das Spital 1807 noch sechs Bewohner. Bis 1977 hatten drei Schwestern der "Kongregation des Allerheiligsten Erlösers" aus Würzburg die Krankenpflege übernommen.25. 6. - Lohrer Echo.