| Spessart Nachrichten |
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Lohr. Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus; Foto: Walter Malkmus) ist ein robuster, vorwiegend an kranken Buchen parasitierender Pilz, der auch im Spessart vorkommt. Meist wachsen viele einzelne Pilze büschelig aus einer Faulstelle am Stamm und führen beim Baum zu Weißfäule. Die seitlich kurz gestielten und muschelförmigen Fruchtkörper haben cremefarbene Lamellen und eine variable Hutfarbe von graubraun bis stahlblau. Um seine Fruchtkörper auszubilden, braucht der Pilz leichte Nachtfröste. Der Austernseitling ist ein guter Speise- und ein beliebter Kulturpilz. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er getrocknet zur Stärkung der Venen und Sehnen verwendet. Russischen Forschern gelang es, das Antibiotikum Pleurotin aus Austernpilzen zu isolieren. Außerdem wird der Pilz zur Regulierung des Cholesterinspiegels eingesetzt. 17.12. – Lohrer Echo |
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Lohr. Die Wanderwege im Lohrer Raum sind neu markiert – nun liegt auch eine Karte mit Routen und Wegezeichen vor. Lohr ist nach Gemünden das zweite Blatt der Freizeitkarte. Von Ruppertshütten bis Rothenfels und von Steinfeld bis Rechtenbach reicht die neue Karte mit Lohr im Zentrum. Erstmals werden Wanderwege der Region Spessart im Maßstab 1:25000 präsentiert. Lohr ist das zweite von zwölf Kartenblättern. Es folgen Frammersbach und Marktheidenfeld. 18.12. – Lohrer Echo |
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Lohr. Der amselgroße Buntspecht (Pico-ides major; Foto: Malkmus) kommt in allen Laub- und Nadelwäldern, in Feldgehölzen, Parks und Gärten vor. Die schwarz-weiß-rote Gefiederfärbung haben auch seine selteneren Verwandten – der kleinere Mittelspecht und der sperlingsgroße Zwergspecht. Buntspecht-Männchen un-
terscheiden sich von den Weibchen durch die Färbung des Nackens: Während dieser bei den Weibchen schwarz ist, leuchtet er bei den Männchen in kräftigem Scharlachrot. Was die Nahrung betrifft, sind Buntspechte vielseitig. Während sie sich im Sommer von Käfern, Larven sowie Schmetterlingsraupen und anderen Insekten ernähren, verzehren sie im Winter vorwiegend fettreiche Samen aller Art, besonders von Nadelbäumen. Aber auch alte Apfelbäume werden untersucht.
19./20.12. – Lohrer Echo |
Lohr. Ekkehard Philipp, 64-jähriger Ruheständler aus Lohr-Wombach, hat sein Buch »Das Ochsenhorn« veröffentlicht. Auf 500 Seiten lässt er die Leser an Erinnerungen und Gedanken seiner Kindheit teilhaben. Der Bogen seiner 32 Geschichten spannt sich über alle Bereiche des Alltags. Philipp erzählt von Kinderstreichen, Faschingsfesten, Heuernten und Weihnachtsbräuchen. »Das Ochsenhorn«, Edition Nove 2009, Neckenmarkt; ISBN 978-3-85251-571-7. 19./20.12. – Lohrer Echo |
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Lohr. Ein beliebtes Ausflugsziel war 2009 der Lohrer Bayersturm (Foto: Helmut Larösch). Auch bei den Stadtführungen gab es Steigerungen. Die gut begehbare und beleuchtete Holztreppe in die ehemalige Türmerswohnung hat 147 Stufen und führt rund 40 Meter in die Höhe. Von dort kann man einen Rundumblick auf die Stadt, das Maintal und die Berge rund um Lohr genießen. Während 2008 rund 8000 Turmbesteiger gezählt wurden, zeigt das Ergebnis für 2009 eine Steigerung auf rund 9400. 30.12. – Lohrer Echo |
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Lohr. Die Wasserrahmenrichtlinie der EU hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Alle europäischen Grund-, Oberflächen- und Küstengewässer sollen bis 2015 in einen »guten Zustand« versetzt werden. Die Maßnahmenprogramme für den »unteren Main« sind fristgerecht aufgestellt worden, so Heribert Januszewski von der Regierung von Unterfranken. Ab Anfang 2010 sollen konkrete Pläne entwickelt werden. Der Grundwasserkörper sei belastet. Es muss über die Landwirtschaft etwas passieren, kündigte Januszewski an. 29.12. – Lohrer Echo |
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Schöllkrippen. Das alte Kriegerehrenmal, das verwittert in einer zugewachsenen Nische neben dem katholischen Kindergarten in der Schöllkrippener Holzgasse stand, hat einen neuen Platz auf dem Ernstkirchener Friedhof erhalten. Der Mömbriser Steinmetz Harald Rosenberger hat das 3,40 Meter hohe und 4,5 Tonnen schwere Monument restauriert. Das Ehrenmal besteht aus fränkischem Muschelkalk, die barocke Figur ist aus einem Stück gearbeitet. Die Schriftplatte führt die 23 Namen von Schöllkrippener Männern auf, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Zuerst stand das Ehrenmal am Vorplatz der Lukaskapelle. Im Zuge von Renovierungen ab 1950 ist es abgebaut und in die Holzgasse verfrachtet worden. Im Kapellenhof entstand 1969 ein neues Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege und für die ermordeten Juden.
16.12. – Main-Echo, Alzenau |
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Weibersbrunn. Seit 17. Dezember rollt der Verkehr in beide Richtungen über die neue südliche Haseltalbrücke (Foto: Peter Rogowsky). Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn wird seit gut eineinhalb Jahren bei Weibersbrunn an dem 680 Meter langen und 70 Meter hohen Bauwerk gearbeitet. Der Abriss der alten Brücke beginnt laut Autobahndirektion am 11. Januar, dann folgt der Neubau des nördlichen Brückenteils. Er soll bis November 2011 fertig sein. Zuvor wurde die südliche Haseltalbrücke für den Verkehr nach Würzburg freigegeben, nun geht es auch in Richtung Frankfurt über den Neubau. Zuvor waren Betonschutzwände zur Trennung des Verkehrs in den Überleitungsbereichen errichtet worden. Mit umfangreichen Straßenbaumaßnahmen und Provisorien in den Anschlussbereichen wollen die Autobahnbauer sicherstellen, dass der Verkehr zügig an der Baustelle vorbeirollt. 18.12. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Kleinheubach. Ein erster Schritt zur Sanierung des Kleinheubacher Schlossparks ist getan. Forstwirte haben ihn ausgelichtet. 75000 Euro muss die Stiftung Fürst Löwenstein für die Sanierung aufbringen. 35000 Euro Spenden sind nach einem Aufruf der Stiftung vor drei Jahren eingegangen. Die 190 Jahre alte Parkanlage ist seit Jahrzehnten ein Kleinod für Erholungsuchende. Von 1948 an hatten Bundespost und später Telekom das Schloss gemietet und die Verantwortung für die Parkpflege übernommen. Bei der Rücknahme der Anlagen durch das Fürstenhaus war der Park in relativ ungepflegtem Zustand. Faule Bäume sowie gebrochene Äste machten die Anlage für Besucher gefährlich. Die 2005 gegründete Stiftung setzte sich das Ziel, den Park zu sanieren. Die Entfernung von 1300 stark gefährdeten Bäumen soll in zwei Abschnitten erfolgen. Im April 2010 sollen Bäume gepflanzt werden. 18.12. – Bote vom Untermain |
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Miltenberg. Die Stadtpfarrkirche St. Jakobus birgt zwei altehrwürdige Kostbarkeiten: den Alabaster-Altaraufsatz von 1624 in der Andachtskapelle und die mindestens 600 Jahre alte Dreikönigsgruppe im nördlichen Seitenschiff (Foto: Roland Schönmüller). Der Bildhauer Hans Juncker, aus einer der bedeutendsten fränkischen Bildhauerfamilien des 17. Jahrhunderts, schuf aus rotem Sandstein ein zwei Meter hohes Rahmenwerk, das ursprünglich für die benachbarte Kapelle »Maria uff den Staffeln« gedacht war. In sieben Szenen veranschaulicht Juncker auf Alabaster-Tafeln das Leben Mariens. Aus Gips-Mineralgestein ließ Juncker reliefartig das Geheimnis der Geburt des Gottessohnes hervortreten. Im nördlichen Seitenschiff entdeckt man die Dreikönigsgruppe mit Kaspar, Melchior und Balthasar, Maria und dem Jesuskind. Die Gruppe stand an verschiedenen Orten: zunächst in der alten Pfarrkirche, später am Außenbau der 1825 abgebrochenen »Staffelkapelle«, vor der Laurentiuskapelle, in der Pfarrkirche, zunächst am südlichen, seit der Innenrenovierung 2003 und 2004 am nördlichen Seitenschiff. Die Figuren sind aus rotem Sandstein gehauen.
6./7.1. – Bote vom Untermain |
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Miltenberg. Den einstigen Import aus Österreich sehen die fränkischen Winzer heute als ihre Rebsorte und als Himmelsgeschenk. Vor 350 Jahren kam der Silvaner nach Franken und ihm hat der Bezirk deshalb unter dem Titel »In Weinfranken verwurzelt – Winzer, Weinbau und Silvaner« eine Ausstellung gewidmet. Bis zum 28. Februar ist sie im Museum der Stadt Miltenberg, Am Schnatterloch 169 bis 175, zu sehen. Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr; Internet: www.museum-miltenberg.de. Die Ausstellung beleuchtet auf 16 Text- und Bildtafeln die Geschichte des Weinbaus in Franken, stellt den Wandel der Arbeit in Weinbau und Keller und Bräuche rund um den Frankenwein vor. Historische Aufnahmen und aktuelle Bilder zeigen die Menschen im Weinbau und wie sich Arbeit und Landschaft im Lauf der vergangenen 350 Jahre verändert haben.
23./24.1. – Bote vom Untermain |
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Aschaffenburg. Ein Beitrag von Veronika Fries, einer ehemaligen Schülerin des Aschaffenburger Kronberg-Gymnasiums, steht am Anfang der 61. Ausgabe des »Mainfränkischen Jahrbuchs für Geschichte und Kunst« . Die Abiturientin des Jahrgangs 2007/08 veröffentlicht hier ihre Facharbeit, die sie im Leistungskurs Geschichte geschrieben hat. Die Arbeit dokumentiert die Ausgrabungen, die 2007 unter Leitung des Archäologischen Spessartprojekts auf dem Gräfenberg in Hösbach-Rottenberg stattfanden. Ein weiteres Kapitel hat die Region zum Thema »Aschaffenburg und seine Jäger-Musik 1848 bis 1918«. Hans-Helmut Schnebel aus Langenfeld beschreibt, welch großer Beliebtheit sich die Militärmusiker erfreuten, die vor dem Schloss Johannisburg Platzkonzerte gaben. Zudem hätten die Jäger das Aschaffenburger Theaterorchester verstärkt. Mit der Verlegung des II. Jäger-Bataillons 1920 fand diese Tradition ihr Ende. 21.1. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Aschaffenburg. Die Määkuh liegt auf dem Trockenen. Sie wurde aus dem Werkshafen der früheren SCA bei Aschaffenburg-Nilkheim vor die Halle des Unternehmens Bick und Letzel gehievt. Dabei hat sich des letzte erhaltene Kettenschiff als stabil erwiesen. Befürchtungen, ein maroder Rumpf könnte beim Anlupfen auseinanderbrechen, haben sich nicht bestätigt. Ein Gutteil der zum Betrieb einer Gaststätte errichteten Aufbauten ist beseitigt. Damit konnte der Eigentümer, der Aschaffenburger Jürgen Westarp, erreichen, was dem zur Rettung des Technikdenkmals gegründeten Fördervereins nicht gelungen war. Der hat unterdessen die Bereitschaft bekräftigt, bei der Renovierung des Schiffs zu helfen – mit dem Ziel, das Objekt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus erarbeitet eine Gruppe eine Dokumentation zur Geschichte der Kettenschleppschifffahrt auf dem Main.
19./20.12. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Aschaffenburg. Die Mitglieder des neuen Naturschutzbeirats beim Landratsamt Aschaffenburg haben sich zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Das Gremium soll die Naturschutzbehörde sachlich und wissenschaftlich beraten. Im September 2009 war die fünfjährige Amtsperiode des Beirats abgelaufen. Das Landratsamt hatte zuvor alle Verbände angeschrieben und aus den Vorschlägen zehn Mitgliederberufen. Sieben Mitglieder waren schon im letzten Beirat dabei, drei wurden neu berufen. Die Mitglieder des neuen Gremiums: Joachim Kunkel (Heigenbrücken) und Jann Oetting (Rothenfels) für den Forst, Stefan Köhler (Wiesen) für die Landwirtschaft, Joachim Lang (Hösbach) für die Fischerei, Josef Schäfer (Laufach) für Naturschutz und Erholung, Thomas Wolf (Großostheim) für Naturschutz und Zoologie, Karl-Heinz Wissel (Mömbris) für Naturschutz und Vegetationskunde, Dr. Michael Neumann (Alzenau) für Biologie, Dr. Klaus Bsonek (Kleinostheim) für Botanik und Wildschutz sowie Michael Kunkel (Heigenbrücken) für Naturschutz und Biologie. 21.1. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Rothenbuch. Zu fünft sind sie von München nach Rothenbuch umgezogen – die Wildkatzeneltern Miro und Hannah mit ihren Jungen Jona, Jaka und Jago. Um Platz für sie zu schaffen, wurde ein stattlicher Kater in die Freiheit entlassen. Das bisheriges Gehege der Katzenfamilie im Tierpark Hellabrunn entsprach nicht mehr den Anforderungen. Also suchte der Tierpark seiner Wildkatzenfamilie eine neue Unterkunft. Fündig wurden die Münchner in Rothenbuch. Dort betreibt Hubert Gebhard, Förster und Artenschutzbeauftragter des Bunds Naturschutz, seit 20 Jahren eine Wildkatzenaufzuchtstation. 150 Wildkatzen konnte er seither auswildern. Die Tiere sind gechipt. So kann bei einem Fund ihre Herkunft nachgewiesen werden. Vom Fichtelgebirge bis in die Rhön wurden Wildkatzen aus Rothenbucher Zucht entdeckt.
19./20.12. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Dammbach. Bis auf zwei Räte hat Bürgermeister Roland Bauer (CSU) das Gremium von der Idee eines Schafkopfturniers überzeugt. Hauptpreis wird ein Bau-
platz in der Straße im »Im Störmersgut« sein. Wert: 39000 Euro. Gerechnet wird in Dammbach mit über 400 Teilnehmern. Das Turnier, bei dem es noch weitere Preise mit einem Volumen von 15000 Euro gibt, findet wahrscheinlich Ende August 2010 statt. Hintergrund: Die Gemeinde will junge Familien anlocken, um der demografischen Entwicklung ein Schnippchen zu schlagen und die Schrumpfung des Spessartdörfchens zu bremsen. Dazu hat der Gemeinderat nun beschlossen, im Sommer das Schafkopf-Turnier auszurichten, dessen Sieger den 520 Quadratmeter großen und voll erschlossenen Bauplatz erhält. 22.12. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Amorbach. An Weihnachten vor 100 Jahren ist der berühmte Amorbacher Herrmann Volkhard gestorben (Repro Bernhard Springer). Er führte den noblen Bayerischen Hof in München. Das Hotel ist seit vier Generationen im Besitz der Familie. Volkhardt starb an Heiligabend 1909 überraschend an einem Schlaganfall. Er war 1875 nach München gekommen und betrieb dort ein Café. Wenige Jahre danach übernahm er das Hotel Fürstenhof. 1897 kaufte Volkhardt das Hotel Bayerischer Hof. Neben Erzbischof Franz Joseph von Stein, der nur wenige hundert Meter vom Bayerischen Hof entfernt residierte, war Volkhardt der zweite prominente Amorbacher in München. Nach Volkhardts Tod übernahm sein Sohn Hermann das Hotel, seit 1992 führt Innegrit Volkhardt das Haus, das heute noch die bevorzugte Herberge für Prominente und Staatsgäste ist.
24./25./26./27.12. – Bote vom Untermain |
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Karbach. Denkmäler wurden in Karbach vor dem Verfall gerettet. Sie sind Zeugnisse der Frömmigkeit in Franken. Fachleute haben drei Bildstöcke sowie einen Feldaltar saniert und im Ort aufgestellt. Zum Teil kamen filigrane Steinmetzarbeiten zu Tage. So wurde zum Beispiel der Karbacher Bildstockweg um zwei Raritäten erweitert. 28.12. – Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Kleinostheim.Amsel, Drossel, Fink und Star: Dass im Frühjahr schon alle Vögel da sind, stimmt nicht mehr, sagt Thomas Staab vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Kleinostheim. Viele – ehemalige – Zugvögel bleiben nämlich inzwischen das ganze Jahr über in der Region. Der Klimawandel ist der Grund. Was alles durch die raue Winterluft flattert, will der LBV am Dreikönigstag bei der »Stunde der Wintervögel« prüfen. Für Freunde des gefiederten Viehs gilt am 6. Januar: ans Fenster stellen und die Gartenvögel am Futterhäuschen beobachten. Mitmachen kann jeder.
24./25./26./27.12. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Obernburg. Vier Fragmente von römischen Backsteinen haben sich 1994 bei Aushubarbeiten für das Obernburger
Seniorenzentrum gefunden. Die bisher unpublizierten Fabrikationsstempel »Cohors I (prima) Germanorum«, der ersten Germanenkohorte, verweisen auf einen noch nicht lokalisierten Ziegeleibetrieb hin und werfen zu den Standorten der obergermanischen Kohorten Fragen auf. Vermutlich wurden sie in Wiesbaden gebrannt. 5.1. – Main-Echo, Obernburg |
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Obernburg. Der Hauptaltar der Röllbacher Kirche (Foto: privat) steht seit 30 Jahren an Ort und Stelle, er ist aber bereits 200 Jahre alt. Der Altar ist nicht für Röllbach, sondern für die Kirche in Faulbach geschaffen worden, die vor 200 Jahren eingeweiht wurde. Der Stil von Gotteshaus und Altar spiegelt den vorherrschenden Geist der Napoleonzeit. Das Faulbacher Gotteshaus von 1809 ist eine Rarität. Die Säkularisation von 1803 bedeutete das Ende der geistlichen Fürstentümer. Viele Kirchen wurden abgebrochen. Die Besonderheit der Faulbacher Kirche zeigt sich nicht nur darin, dass sie in dieser Zeit errichtet worden ist, sondern auch darin, wie sie gebaut wurde. Das Gotteshaus von 1809, aus der Zeit zwischen Revolutions- und Befreiungskriegen gegen Napoleon, ist eher bescheiden. Der Bau kommt ohne barocken Schmuck aus. Klare Linien dominieren. Der klassizistische Stil ist im Kirchenbau wenig verbreitet. Er wurde als wenig volkstümlich empfunden.
30.12. – Main-Echo, Obernburg |
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Obernburg. Der Bildhauer Norbert Wolf aus Sailauf-Eichenberg hat aus der Außenwand der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul zwei eingemauerte Grabmäler entfernt. Die Inschriften sind zum Teil verwittert, sie werden saniert. Die Grabmäler werden im Frühjahr im Durchgang des Kirchturms auf Stahlstützen aufgebaut. In den beiden Epitaphen spiegelt sich die Obernburger Geschichte. Die Inschriften erinnern an bedeutende Personen der Stadt aus dem 16. Jahrhundert – an zwei Stadtschreiber. Das linke Grabmal ist Johannes Herolt gewidmet. Er war auch Lehrer an der hiesigen Freischule. Herold starb 40-jährig am 7. Oktober 1570. Das rechte Grabmal gehört Jakobus Draut. Er war ebenfalls Notar und Stadtschreiber. Draut starb 1584.
5.1. – Main-Echo, Obernburg |
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Karlstein-Großwelzheim. Die Sanierung der Großwelzheimer Pfarrkirche St. Bonifatius schreitet voran. Bei einem Gang durch das Gotteshaus gab Architekt Thomas Schlett Details zum Baufortschritt bekannt. Die Apsis ist verputzt. Nach der Sanierung des Mittelteils wird in einem dritten Bauabschnitt der schmalere ehemalige Kapellenbereich saniert. Die ehemaligen Taufkapelle soll künftig als »Raum der Stille« und als Beichtzimmer genutzt werden.
2./3.1. – Main-Echo, Alzenau |
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Glattbach. Spessartbund und Naturpark Spessart krempeln die Wegemarkierungen für Wanderer in der Region um. Ziel ist es, den Schilderwirrwarr zu beseitigen. Seit 2005 sind die Organisationen mit dieser Aufgabe beschäftigt. Im Main-Spessart-Kreis ist das Projekt abgeschlossen. In der Stadt und im Kreis Aschaffenburg sowie im Kreis Miltenberg stehen heuer viele Aufgaben an, so Spessartbund-Wege-Expertin Heidrun Schuck (53) aus Glattbach im Kreis Aschaffenburg. Im September 2010 muss das Projekt fertig sein – wegen der EU-Förderung. Im Frühjahr sollen die Wege markiert werden. Mehr als 1500 Kilometer sind neu auszuzeichnen. Insgesamt soll es zwölf Wanderkarten geben: vier für den Main-Spessart, sechs für Aschaffenburg und Miltenberg, zwei für den hessischen Spessart. Der Maßstab ist 1:25 000.
6. 1. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Gemünden. Ein Flügelaltar in der Kirche von Michelau an der Saale (Foto: Lothar Fuchs) stand einst womöglich in der Kapelle der Homburg bei Gössenheim. Heute ist die Wehranlage auf dem Setzberg über dem Werntal eine der größten Burgruinen Deutschlands. Von der Burgkapelle sind nur noch Reste zu sehen. Das kleine Gotteshaus war im gotischen Stil erbaut worden. Belegt ist die Stiftung eines Altars in der Kapelle im Jahr 1342. Ein spätgotischer Marienaltar steht in der Kirche von Michelau, das Werk wird auf den Beginn des 16. Jahrhunderts datiert. Die Heiligendarstellungen sind Indiz dafür, dass der Altar von der Homburg stammen könnte. 1725 wurde die Homburg auf Anweisung des Würzburger Fürstbischofs aufgelassen, danach fanden Gottesdienste in der Burgkapelle statt. 1785 wurde die Kapelle dem Verfall preisgegeben.
14.1. – Lohrer Echo |
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Freudenberg. In einem Nebengebäude der Freudenberger Lindtalschule ist die Jagdschule Fellmer eröffnet worden. Seit über 25 Jahren ist der Wertheimer Tierarzt Dr. Gerd Fellmer Jäger; vor dreieinhalb Jahren hatte er die Idee zum Aufbau einer Jagdschule, in der angehende Waidmänner auf die Prüfungen vorbereitet werden. Zunächst war die Schule andernorts untergebracht. In der Lindtalschule gab es wegen rückläufiger Schülerzahlen nun Platz. Pro Jahr bereitet die Einrichtung laut Fellmer über 80 angehende Jäger aus Süddeutschland auf die Prüfung vor. 9./10.1. – Wertheimer Zeitung |
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Wörth. Heute nur noch Touristen-Attraktion, war das Flößen von Holz einst auf dem Main ein wichtiger Teil des Transportwesens (Foto: privat). Der Wörther Verein zur Förderung des Schifffahrts- und Schiffbaumuseums hat sich in der 25. Ausgabe der Mainschifffahrts-Nachrichten mit dem Thema beschäftigt. Als es weder Bahntransporte noch Lastwagen gab, waren Bäche und Flüsse der günstigste und einfachste Weg, um Holz zum Verbraucher zu bringen. Es wurde auf der Wasseroberfläche schwimmend vom Frankenwald über den Main und vom Schwarzwald über den Rhein bis ins Ruhrgebiet und nach Holland befördert. Die Bistümer Würzburg und Bamberg lenkten die Flößerei, die vorher wild betrieben wurde, durch Vorschriften im Jahr 1007 in ordentliche Bahnen. Sie führten Zölle ein. Die Flöße vom Main waren bis zu 160 Meter lang und 9,50 Meter breit. Das Steuern eines Floßes war harte Arbeit. Als es im 20. Jahrhundert die ersten frei fahrenden Schlepper gab, haben diese die Arbeit der Flößer erleichtert. Nach dem Bau der Schleusen kam die Flößerei zum Erliegen. Beschrieben werden in dem Heft unter anderem der neuzeitlichere Holztransport per Schiff und moderner Schiffsbau. Schiffbaumuseum in Wörth: www.woerth-am-main.de; Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr; Mainschifffahrts-Nachrichten im Museum, bei Rudi Bauer, Tel. 09372/4701, und an der Stadtkasse; Preis: 9 Euro.
9./10.1. – Main-Echo, Obernburg |
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Wertheim/Kreuzwertheim. Alfred-Ernst Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg ist am 13. Januar gestorben. Über 400 Familienangehörige, Freunde und Wegbegleiter aus Adel, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie ungezählte Trauergäste aus Wertheim und Kreuzwertheim begleiteten den Fürsten auf seinem letzten Weg. Angeführt von Landesbischof Ulrich Fischer und Dekan Hayo Büsing sowie den Pfarrern der zwölf evangelischen und drei katholischen Patronatsgemeinden des Fürsten zog die Familie in die Wertheimer Stiftskirche ein. Wenige Wochen nach dem Tod seiner Frau Ruth Erika, geborene von Buggenhagen, sei der Fürst ihr im Alter von 84 Jahren nachgefolgt, sagte Dekan Büsing. Der Fürst sei in guter, verantwortungsvoller Weise anderen zugewandt gewesen und habe volksnah und segensreich gewirkt. Der Fürst wurde im Familiengrab in Kreuzwertheim beigesetzt.
25.1. – Wertheimer Zeitung |
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