| Spessart Nachrichten |
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Lohr. Deutschland hat im Winter 2009/2010 die längste Schneeperiode seit Jahrzehnten erlebt. Ein ähnliches Wetter gab es vor 40 Jahren. Im Januar und Februar 1970 lag ebenfalls viel Schnee, geschneit hatte es seit Mitte Dezember. -Folge: Hochwasser. Ab dem 14. Januar wurde die Schifffahrt auf dem Main gesperrt. Das Eis war teilweise 25 Zentimeter dick. Das Forstamt Partenstein appellierte an Bauern und Brauereien, Futterrüben und Treber zur Verfügung zu stellen – die Silos für die Wildfütterung waren leer. Der Main stieg am 24. Februar stündlich um zehn Zentimeter an. Innerhalb von 48 Stunden fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Bedrohlich wurde die Hochwasser-Situation in Lohr. In Miltenberg wurde gar Katastrophenalarm ausgelöst. Auch vor 90 Jahren – Ende Januar 1920 – gab es in Lohr ein starkes Hochwasser. Auf der Fischergasse fuhren Boote. (Foto: Sammlung Albert Vogel)
6./7.2. – Lohrer Echo |
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Lohr. Mit der Spessartkarte des Frankfurter Malers Elias Hoffmann aus dem Jahr 1584 beschäftigt sich die Doktorandin Johanna Welzel von der Uni Würzburg. Sie setzt sich mit den territorialen Gemarkungen und Grenzen dieser Zeit auseinander. In Lohrhaupten stellte sie Teile ihrer Forschung vor. Die örtlichen Heimatforscher Paul Reinert und Udo Weiß gingen auf die Funde in der Natur ein. Hoffmann zeichnete die Karte im Auftrag des Grafen von Hanau. Es ging dabei um die Gebietsabgrenzung zum Kurfürstentum Mainz. -Welzel, Reinert und Weiß sind Grenzen abgelaufen und haben sie mit den Aufzeichnungen Hoffmanns verglichen. Sie fanden mehr als 100 Grenzsteine. Die Hoffmann-Karte ist 2,60 auf 2,30 Meter groß und liegt im hessischen Staatsarchiv Marburg. Das detailreiche Werk über den Spessart ist in marodem Zustand. Die Restaurierung kostet 19?000 Euro. Das Archäologische Spessartprojekt aus Aschaffenburg will sich darum kümmern und sucht Sponsoren.
27.10. – Lohrer Echo |
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Neustadt. Der Südturm der ehemaligen Abteikirche in Neustadt birgt eine Besonderheit: In ihn ist eine über 1000 Jahre alte Kapelle eingemauert. Klaus Weyer aus Neustadt hat diese Entdeckung des früheren Pfarrers Rudolf Langhans nun ausgewertet. Langhans war auf die Überreste dieser Kapelle Anfang der 90er Jahre gestoßen. Einen interessanten Fund machte er unter dem Boden im Südturm. Er stieß auf eine Steinplatte, darunter ein Grab mit Skeletten von zwei Erwachsenen und einem Kind. »Möglicherweise ein heiliges Grab«, vermutete der in der Neustadter Klostergeschichte versierte Geistliche. Die Zuordnung der Skelette ist auch für Klaus Weyer ein Rätsel.
26.1. – Lohrer Echo |
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Klingenberg. Das Ehepaar Helmut und Waltraud Becker aus Klingenberg hat einen Bildstock gestiftet. Er steht nun hoch über dem Maintal am Armesünderweg. Spaziergänger können dort auf zwei Bänken verweilen, die neben dem neuen, überdachten Marienbildstock aus Würzburger Muschelkalk vor einer Mauer aus heimischem Buntsandstein stehen. Helmut Becker (75) vom Förderverein Historisches Klingenberg widmet sich seit 1984 vor allem dem Erhalt und der Renovierung sakraler Bauten im Kreis Miltenberg – vom Wegkreuz bis zur Kirche.
10.11. – Main-Echo, Obernburg |
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Klingenberg. Der historische Brunnen auf dem Klingenberger Maindamm (Foto: Jürgen Schreiner) muss dem Brückenneubau weichen. Die 1896 von Kilian Mayer errichtete Sandsteinskulptur mit Wasserbecken wird einige Meter nach Süden versetzt. Der Förderverein Historisches Klingenberg kümmert sich um die Sanierung, den Ab- und Wiederaufbau übernimmt das Staatliche Bauamt Aschaffenburg.
28.1. – Main-Echo, Obernburg |
Schöllkrippen. Der Kulturrundwanderweg Schöllkrippen II soll am 11. September freigegeben werden. Ziel ist es, den bestehenden geologischen Lehrpfad »Alte Burg« aufzuwerten und ihn in die Kulturwanderwege im Spessart einzugliedern. Schöllkrippen II befasst sich mit 400 Millionen Jahren Erdgeschichte. Der neue Weg beginnt am Naturerlebnisbad. Ein etwa zehn Kilometer langer Spaziergang führt hinauf zum Reuschberg zur Wallanlage »Alte Burg«. Von dort geht es hinab, am Steinbruch und an der Rodberghütte vorbei zum Hof Schabernack. Über den Höllenbach verläuft der Weg schließlich zurück zum Naturerlebnisbad. Sieben Bild- und Texttafeln soll es geben.
26.1. – Main-Echo, Alzenau |
Schöllkrippen. Wie kam es dazu, dass die Landschaft im Spessart so geworden ist, wie man sie heute kennt? Dieser Frage geht das Archäologische Spessartprojekt nach. Erste Erkenntnisse über den Kahlgrund präsentierte Mitarbeiter Gerrit Himmelsbach in Schöllkrippen. Ausgangspunkt: die Karte von Paul Pfinzing aus dem Jahr 1526. Neben historischen Entwicklungen war der Kahlgrund auch geografischen Veränderungen unterworfen. So zeigt eine alte Karte den Hohen Berg (oberhalb Huckelheim) ohne Bäume. Heute ist zu erkennen, dass es Bergrutsche gab. Erz und Dolomit wurden in großem Stil abgebaut, weiterverarbeitet und mit der Bahn in alle Welt gebracht. Weitere Aspekte: Glashütten, Mühlen entlang der Kahl und Weinbau.
29.1. – Main-Echo, Alzenau |
Schöllkrippen. »Wanderbarer Spessart« heißt die elfte Ausstellung im Schöllkrippener Sackhaus. Organisiert wird sie vom Heimat- und Geschichtsverein Oberer Kahlgrund und vom Spessartbund. Anlass ist das 125-jährige Bestehen der Spessartbund-Ortsgruppe. Die Schau zeigt alte Beschilderungen, Wimpel, Wanderbekleidung und Zubehör früherer Zeiten sowie Wanderabzeichen. Sie befasst sich darüber hinaus mit der Geschichte des Spessarts, mit der Region als Holzlieferant und als Jagdrevier. Ergänzt wird die Präsentation mit Gesteinen, die der Karlsteiner Geologe Joachim Lorenz zur Verfügung stellt. Eröffnung: Sonntag, 14. März, 14 bis 16 Uhr.
17.2. – Main-Echo, Alzenau |
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Rothenfels. Durch Größe, Farbe und Lage ist der »Rothe Ochse« in Rothenfels das erste Haus am Platz. Die Gastwirtschaft ist seit 300 Jahren in Familienbesitz. Wann der »Ochse« erbaut wurde, ist nicht genau bekannt. Eine Jahreszahl 1585 lässt zumindest eine gewisse Eingrenzung zu. Seit 1710 befindet sich die Gaststätte nachweislich ununterbrochen im Familienbesitz. Der beliebteste Platz ist der Erker. Ein dort eingepasster Tisch mit Bänken ist den Stammgästen vorbehalten (Foto: Steffen Schreck).
27.1. Main-Echo – Marktheidenfeld |
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Gemünden. Die evangelische Christuskirche in Gemünden wurde vor 100 Jahren eingeweiht. Die Kirchengemeinde feiert daher ein Jubiläumsjahr. Am 24. Juni 1910 erfüllte sich für die protestantischen Christen in Gemünden ein lange gehegter Wunsch. Sie hatten nun ein eigenes Gotteshaus und mussten sich nicht mehr in einem Hotel treffen. Dort war für die evangelischen Gläubigen ein Betsaal eingerichtet. Das neue Gotteshaus entstand nicht in der Innenstadt, sondern im Bahnhofsviertel. Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist der Festgottesdienst am 20. Juni mit Gemeindefest.
27.1. – Lohrer Echo |
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Gemünden. Datum Gemünden 15./25. 8bris anno 1632 E. Gräffl. Excellentia Underthenig gehorsame Schultheiß, Bürgermeister und Rath. So ist ein Bericht aus dem Dreißigjährigen Krieg unterzeichnet. Es ist die erste Seite des wiedergefundenen Ratsbuches der Stadt Gemünden, das von 1632 bis 1634 geführt wurde und die Zeit umfasst, als das Hochstift Würzburg und somit auch das Amt und die Stadt Gemünden von den Schweden besetzt waren. Der städtische Bericht, der in einem Umzugskarton im Museumsdepot vergammelte, ist nur noch bruchstückhaft zu lesen, eine Restaurierung notwendig.
28.1. – Lohrer Echo |
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Gemünden. Die Stadt stellt dem Historischen Verein Gemünden einen Archivraum in der Huttenschloss-Remise zur Verfügung. Das wurde in der Jahresversammlung mitgeteilt. Berichtet wurde über Funde. Dazu gehören Unterlagen, die offenbar im letzten Moment von den Kriegseinwirkungen 1945 verschont blieben. Gefunden wurden zum Beispiel ein Luftlagemeldebuch aus dem Jahr 1945 und handschriftliche Notizen aus den Jahren zuvor. Besondere Schätze stellen ein Ratsbuch aus dem 17. Jahrhundert sowie Protokollbücher aus dem 18./19. Jahrhundert dar. Ferner gibt es Polizeiprotokolle und Rechnungen von 1736 bis 1774.
29.1. – Lohrer Echo |
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Karsbach-Weyersfeld. Ein eher seltener Anblick beim Winterspaziergang: Eine kleine Kette Rebhühner sucht am Wegrand und im verschneiten Acker Nahrung und Deckung (Foto: Helmut Hussong). Obwohl es fliegen kann, ist das Rebhuhn als ursprünglicher Steppenvogel lieber zu Fuß in der Feldflur unterwegs.
27.1. – Main-Echo, Lohr |
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Rothenbuch. Die Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal (AGH) hat ein neues Ziel. Nach ihrem Sieg über den Stausee will sie gemeinsam mit dem Bund Naturschutz die Ausweisung des gesamten Tals als Naturschutzgebiet vorantreiben. So lautete das einstimmige Votum in der Hauptversammlung. Das Wasser bleibt ein zentrales Thema der AGH, hieß es in der Versammlung. Vorsitzender Sebastian Schönauer sagte, es sei wichtig, die Eigenwasserversorgung in kommunaler Verantwortung zu erhalten statt auf einen Stausee und Fernwasserversorgung zu setzen. Kritisiert wurde, dass Wasserbüffel auf Wiesen im Hafenlohrtal weiden. Die Mitglieder diskutierten Alternativen, zum Beispiel den Einsatz heimischer Rinderarten, die weniger Trittschäden verursachen.
28.1. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Rothenbuch. »Das ist ein einzigartiger Fund.« Harald Rosmanitz vom Archäologischen Spessartprojekt (ASP) spricht vom Rothenbucher Forsthaus am Schlossplatz, das derzeit saniert wird (Foto: privat). Der Archäologe hat einen Keller und einen Raum mit Herdstelle untersucht, den Arbeiter entdeckten. Der Fund gilt dem Experten als wichtiger Beleg für die Bedeutung Rothenbuchs in Kurmainzer Zeit. Rosmanitz ist sich sicher, dass die Räume am Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurden – weit nach dem Bau des Hauses. Wozu damals Keller und Herdstelle? Zur Zeit der Mainzer Regentschaft im Spessart wurde die Jagd zu einem der bedeutendsten Elemente des höfischen Lebens. Keller und Herdstelle wurden nach den Worten des Archäologen dazu genutzt, das Wild zu verarbeiten.
17.2. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Marktheidenfeld. Gerade erst Geschehenes und fast vergessene Ereignisse dokumentiert der Jahresbericht 2009 des Historischen Vereins Marktheidenfeld. Die Themen reichen von der Keramikfabrikation bis zur Grundsteinlegung des neuen Rathauses.
18.2. – Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Marktheidenfeld. Längere Abschusszeiten für die Kormorane (Foto: Michael Sebert) und Maßnahmen, mit denen sich die Bildung von Brutkolonien verhindern lassen: Die Regierung von Unterfranken hat die Jagd auf die Fischräuber ausgeweitet. Grund: Immer mehr Fischer klagen über den Vogel. Wir müssen einen Rückgang der Weißfische um 60 Prozent feststellen, beklagt Alfred Lermann von der Marktheidenfelder Fischerzunft. Nicht nur am Main machen die Kormorane Probleme, auch im Hafenlohrtal schlagen Fischzüchter Alarm.
28.1. – Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Würzburg. Nach der gescheiterten Bewerbung als Austragungsort im Jahr 2016 hat es im zweiten Anlauf geklappt. Die Trägergesellschaft der bayerischen Landesgartenschauen entschied in München, dass Würzburg Gastgeber der Veranstaltung 2018 wird. Mitbewerber Erding (Oberbayern) hatte das Nachsehen. Würzburg war bereits 1990 Austragungsort und erreichte damals mit 2,5 Millionen Besuchern den bisher größten Publikumszuspruch. Abgehalten wird die Landesgartenschau 2018 auf dem ehemaligen US-Militärgelände Leighton Barracks. Dort sollen Wassergärten, Spiel- und Aktionsflächen, eine Blumenhalle und ein Forschungsbaufeld entstehen. Geplant ist auch eine »innovative Wissenslandschaft«.
9.2. – Main-Echo, Seite 1 |
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Aschaffenburg. Auf großes Besucherinteresse ist die neue Dauerausstellung »Pracht und Glaube« (Foto: Stefan Gregor) im Aschaffenburger Stiftsmuseum gestoßen: 3600 Besucher kamen in den vergangenen drei Monaten, um den neu präsentierten Stiftsschatz und den Magdalenenaltar zu sehen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres – von November 2008 bis Januar 2009 – hatten nur 749 Besucher das Stiftsmuseum beehrt. Die aktuelle Besucherresonanz entspreche durchaus den Zahlen einer größeren Sonderausstellung, sagte Museumsleiter Thomas Richter.
30./31.1. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Aschaffenburg. Sie waren Metzger, Schneider, Anwälte und Kaufleute. Viele wurden in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet oder mussten aus ihrer deutschen Heimat fliehen. Die Lebenswege von 5000 Personen sind in der Internet-Datenbank »Juden am bayerischen Untermain« dokumentiert, die im Aschaffenburger Rathaus übergeben wurde. Das auch vom Bezirk unterstützte Projekt zur Erforschung jüdischer Geschichte des Förderkreises Haus Wolfsthalplatz und der Städte Aschaffenburg und Alzenau ist bislang wohl einzigartig. Als Grundlage dienten verschiedenste Quellen: Archive, Standesbücher und Gestapo-Akten. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf den Regionen Aschaffenburg und Alzenau – die Erweiterung ist geplant (Foto: Harald Schreiber).
29.1. – Seite Rhein-Main & Franken |
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Aschaffenburg. Nichts dran ist an der Geschichte vom »schlappe Seppel«, des schwedischen Soldaten, der sich während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) in Aschaffenburg als Bierbrauer niedergelassen und dem Traditionswirtshaus Schlappeseppel den Namen gegeben haben soll (Foto: Stadt- und Stiftsarchiv). Die Erzählung, so Stadtarchivleiter Hans-Bernd Spies, sei Mitte des 20. Jahrhunderts erfunden worden. Anhand vieler Quellen weist Spies nach: Die Gründung der späteren Schlappeseppel-Brauerei erfolgte erst 1803. Nicht ein namenloser Schweden-Soldat, sondern der Aschaffenburger Franz Bormann (1777–1837) hatte am 3. Juni 1803 die Erlaubnis erhalten, in der Schlossgasse eine Bierwirtschaft zu betreiben. Joseph Steigerwald (1805–1858) wurde dritter Inhaber der Brauerei und Namenspatron. Weil er wegen seiner kranken Füße stets in Pantoffeln herumlief, verliehen ihm die Aschaffenburger den Spitznamen Schlappeseppel.
18.2. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Kleinostheim. »Die großen Vier - Bär, Wolf, Luchs, Mensch«: Diesen Titel trägt die Ausstellung, die bis Freitag, 19. März, in der Naturerlebnisstation des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) in Kleinostheim gezeigt wird. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr; zusätzlich am Sonntag, 14. März, von 13 bis 17 Uhr. Die Schau informiert laut LBV über Biologie, Lebensraum und den aktuellen Status dieser Tiere in Europa. Auch ihre Gefährdung ist ein Thema. Ziel ist es, Besucher für die Lebensweise von Bär, Wolf und Luchs zu sensibilisieren.
22.2. – Main-Echo Aschaffenburg |
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Miltenberg. Schnurgerade in Richtung Rom: Der gebürtige Miltenberger Wolfgang Zöller hat eine Hypothese für den ungewöhnlichen Verlauf des Limes zwischen Walldürn und Lorch aufgestellt. Er hat den Grenzwall gedanklich verlängert. Nach Süden stieß er so auf die Hauptstadt des Weltreichs, auf Rom. Die Hypothese, dass der rund 54 römische Meilen lange Limesabschnitt zwischen Walldürn und Lorch von den antiken Ingenieuren auf eine direkte Achse Richtung Rom ausgerichtet wurde, hat Zöller, der in Stuttgart lebt, zusammen mit dem emeritierten Architektur-Professor Wolfgang Knoll entwickelt.
2.2. – Bote vom Untermain |
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Miltenberg. Wegen des strengen Winters hat der Bayerische Jagdschutzverein Waldbesucher um Rücksichtnahme gebeten. Besonders das Rehwild brauche Ruhe. Während der nahrungsarmen Zeit im Winter fahren Rehe wie auch andere Schalenwildarten ihren Stoffwechsel herunter und zehren von ihren Fettreserven, die sie sich im Herbst angefressen haben. Entscheidend für das Überleben im Winter ist, wie energiesparend sich die Tiere bewegen und ihrem Ruhebedürfnis nachkommen können. Häufige Störungen in ihrem Lebensraum in der Winterzeit könnten für Wildtiere lebensbedrohlich werden. (Foto: dpa/Willi Rolfes)
4.1. – Bote vom Untermain |
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Mönchberg. Der Luftkurort Mönchberg plant am Waldrand ein Baumhaus-Hotel mit acht Wohneinheiten. Bürgermeister Thomas Zöller erwartet dadurch 3000 zusätzliche Gäste im Jahr. Den Negativ-Trend beim Tourismus will man damit umkehren. Die Firma Wipfelglück, eine Tochter der Friedwald GmbH (Griesheim), will acht Baumhäuser errichten. Diesen wird die Gemeinde ebenso viele Spessart-eichen zuordnen – 40 Meter hoch und bis zu 200 Jahre alt. Naturschützer müssen sich nach Aussage von Zöller nicht um die Bäume sorgen.
3.1. – Main-Echo, Seite 1 |
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Hafenlohr. Der Silberreiher ist mit 85 bis 100 Zentimetern Körperlänge neben dem Graureiher die größte europäische Reiherart. Er trägt ein schneeweißes Gefieder und hat schwarze Beine. Sein s-förmig geschwungener Hals verleiht dem Vogel Eleganz. Der lange, dolchförmige Schnabel ist ockergelb und verfärbt sich während der Brutzeit zur Schnabelspitze hin schwarzbraun. Silberreiher nisten in Baumkronen. Die am nächsten gelegene Kolonie brütet am Neusiedler See im österreichischen Burgenland. In den vorigen Jahren wurden Silberreiher während der Wintermonate immer wieder im Landkreis Main-Spessart gesehen, etwa im Hafenlohrtal (Foto: Walter Malkmus).
18.2. – Lohrer Echo |
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Karlstadt. Das Landratsamt Main-Spessart in Karlstadt hat zwölf Wespen- und Hornissenberater ausgebildet. Sie erfuhren, dass die Wespenköniginnen selbst arktischen Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius trotzen – dafür sorgt ein Frostschutz im kleinen Körper. Sechs Monate lang verbringt diese Insektenart in Körperstarre, um im Frühjahr einen neuen Staat zu gründen. Hummeln, Wildbienen und Hornissen sind besonders geschützt. Für solche Tiere gilt das Tötungs- und Nachstellungsverbot. Wespen und Hornissen füttern ihre Brut mit tierischem Eiweiß: Sie fangen viele Insekten wie Fliegen, Mücken oder Raupen und sind deshalb sehr nützlich. Ein Hornissenvolk fängt pro Tag so viele Insekten wie zehn Meisen – nämlich 500 Gramm.
10.2. – Lohrer Echo |
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Neuhütten. Stroh raus, es langt noch niet! So wurde früher in Neuhüttens Straßen gerufen. Gebraucht wurde das Stroh für das »Faselsrad« (Foaseltsroad). Diese Tradition, die nichts mit dem Fasching zu tun hat, wird alle Jahre am Faschingsdienstagabend zelebriert. Das brennende Rad soll die bösen Geister, Hexen und Dämonen sowie den Winter vertreiben und Unglück von dem Spessartdorf fernhalten (Foto: Horst Born). Wie Historiker Linus Kunkel erzählt, soll es im 18. Jahrhundert, als man kein »Faselsrad« hatte, vorgekommen sein, dass eine Frau vom Blitz erschlagen wurde. Daraufhin wurde die Tradition schnell wieder aufgenommen. Die jüngste Strohwalze war drei Meter breit und hatte einen Durchmesser von 1,50 Meter.
18.2. – Lohrer Echo |
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Billingshausen. Doppelten Grund zum Feiern hat in diesem Jahr die Gemeinde Billingshausen. Vor 750 Jahren wurde Billingshausen zum ersten Mal belegbar erwähnt, seit 660 Jahren gibt es am Ort eine eigene Pfarrei. Bei einem Festakt wurde die Chronik der Gemeinde vorgestellt: Alfred Kraus rückt auf 150 Seiten die geistliche und weltliche Vergangenheit Billingshausens in den Mittelpunkt. Themen unter anderen: Einführung der Reformation 1524, Dorfordnung des Grafen und Herren zu Castell 1569.
22.2. – Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Bessenbach. Die Finanzkrise ist bis auf die Felder vorgedrungen, vielen Höfen geht es an die Substanz: Das hat Kreisbäuerin Wilma Jakob aus Großostheim beim Landfrauentag in Bessenbach vor 350 Teilnehmern gesagt. Man habe mit unsinnigen und überflüssigen Verordnungen aus Brüssel, Berlin und München zu kämpfen. Nicht hinnehmbar sei, dass die Verkaufspreise landwirtschaftlicher Produkte unterhalb der Entstehungspreise liegen.
23.2. – Main-Echo, Aschaffenburg |
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Freudenberg. Mit einer Reihe von Aktionen startet am Samstag, 24. April, der Nibelungenzug in Freudenberg. Der Auftaktveranstaltung folgen bis zum 16. Mai weitere Aktionstage. Dann geht die Reihe in Worms zu Ende. »Die Nibelungen bei ihrer Rückkehr von der Jagd im Odenwald«: So lautet das Motto dieser Neuauflage des Nibelungenzugs, der zum zweiten Mal nach dem Jahr 2000 ansteht. 20 Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz beteiligen sich. Mit dabei sind auch Miltenberg und Amorbach. Die Aktionstage drehen sich um die Geschichten des Nibelungenlieds. Es geht um Krieger, Spielleute, Königinnen, Jungfrauen, Drachen, Zwerge und um einen sagenumwobenen Schatz (Foto: Renate Giesen).
23.2. – Wertheimer Zeitung |
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Erbach. Weithin sichtbares Feuer diente über Jahrhunderte im Odenwald der Nachrichtenübermittlung, besonders als Warnung vor feindlichen Truppen. Am 27. März wird zum vierten Mal eine teilweise historisch nachgestellte Signalkette, Lärmfeuer genannt, vom Rhein bis zum Main das Mittelgebirge durchziehen. Die Signalfeuer werden auf Bergkuppen angezündet, um Alarm zu geben. 25 Standorte sind bereits ausgewählt. Auch die Römer sollen dieses optische Kommunikationssystem aus Licht und Rauch genutzt haben. In den Kriegen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts wurden die Lärmfeuer auf den Bergen des Odenwalds wieder gezündet, desgleichen in den Revolutionsjahren anfangs und Mitte des 19. Jahrhunderts.
23.2. – Main-Echo, Obernburg |
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Obernburg. Woher hat der mittelalterliche Täschenturm (Foto: Wolfgang Hartmann) in der Obernburger Altstadt seinen Namen? Rätselhafte Inschriften an einer Fensterwand deuten auf ein düsteres Kapitel als Gefängnis hin. Die ortsgeschichtliche Literatur schweigt sich über den eigenartigen Namen ebenso aus wie das Stadtarchiv. Schon vor längerer Zeit bemerkte man im ersten Stockwerk an der linken Fensterlaibung mehrere Inschriften. Eine Schrift verrät, dass dort Gefangene untergebracht waren. In älteren Lexika fand sich der Hinweis, dass Tasche/Täsche/Tesche einst auch als abschätzige Bezeichnung für »wenig sittsame Weibspersonen« gebraucht worden ist.
23.2. – Main-Echo, Obernburg |
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Glattbach. In einer Ausstellung im Rathaus zum 50-jährigen Vereinsbestehen zeigt der Vogel- und Naturschutzverein Glattbach Bilder von Neuntöter, Eisvogel oder Fledermaus – alle aufgenommen in der Glattbacher Umgebung. Außerdem sind Bilder von der Vereinsarbeit ausgestellt, etwa vom Bau der Glattbacher Vogelschutzhütte 1976, vom Teichbau im Wiesengrund oder Mäharbeiten im Wankelgrund. Die Aufnahmen stammen von den Hobbyfotografen Erich Sauer, Thomas Bormann und Kurt Karl. Öffnungszeiten: Gewölbegalerie im Rathaus, Montag bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr; Eintritt frei; Internet: www.naturschutz-glattbach.de
23.2. – Main-Echo |
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