Spessart Nachrichten

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Triefenstein-Homburg. Einen Marine-Knopf der Deutschen Kriegsmarine aus dem Jahr 1939 hat Ralph Fürböter im Weinberg gefunden. Denkbar ist, dass das Fundstück bei den umfangreichen Erdarbeiten, die im Rahmen der Weinbergsbereinigung Anfang der 1960er Jahre stattfanden, in den Weinberg kam. Finder Fürböter fand heraus, dass der Knopf in einem »Wengert« lag, der früher einem Homburger Winzer gehört hatte, der bei der Marine Dienst tat.
27./28.3., Main-Echo, Marktheidenfeld
Wertheim. Nach einer grundlegenden Renovierung des Großen Hauses ist das Glasmuseum in Wertheim wieder geöffnet. Einiges zu sehen gibt es in der neuen Sonderausstellung »Rotes Glas«, die ihren Platz im Erdgeschoss des Kleinen Hauses gefunden hat. 650 Exponate sind in den Vitrinen zu bestaunen.
27./28.3., Wertheimer Zeitung
Elsenfeld. Über ein halbes Jahrhundert lang war die Elsavatalbahn die Lebensader des südwestlichen Spessarts (Foto: Wolfgang Höllerer). Eine Ausstellung im Heimatmuseum Elsenfeld zum 100. Jahrestag ihrer Jungfernfahrt weckte Erinnerungen. Der Bahnbau dauerte von 1908 bis 1909 und kostete 1,3 Millionen Reichsmark. Die Elsavatalbahn transportierte Holz, Kohle, Getreide, Steine und Vieh. Angeliefert wurde überwiegend Saatgut, Düngemittel und Maschinen, Baumaterial sowie Krämerwaren. 1968 entschied sich die Bundesbahn für die Stilllegung.
27./28.3., Main-Echo, Obernburg
Obernburg. Dass die Stadt Obernburg ihr römisches Erbe nutzen wird, ist in weite Ferne gerückt: Eine kleine Lösung zum Bau eines neuen Römermuseums hat keine Mehrheit im Stadtrat gefunden. Am 27. September 2009 hatten beim Bürgerentscheid zwei Drittel der Bürger das Museumsprojekt für zehn Millionen Euro zu Fall gebracht. Jetzt war es Architekt Michael Volz, der der Stadtverwaltung einen Entwurf für ein Museum vorlegte. Je nach Aufwand und Gestaltung, so Volz, wären Kosten von 3,5 bis 5,5 Millionen Euro angefallen. Sieben Stadträte stimmten dafür, diese Pläne weiter zu verfolgen, zehn lehnten das ab.
27./28.3., Main-Echo, Obernburg
Obernburg. Eine Satzungsänderung von erheblichem Gewicht haben die Mitglieder des Förderkreises Römermuseum beschlossen. Der Obernburger Verein sieht das Vorhaben, in der Stadt ein überregionales Römermuseum zu bauen, als gescheitert an. Er tritt künftig für die Pflege des römischen Erbes in der Region ein. Fernziel bleibt der Bau eines großen Museums – in einer der Mainlimes-Kommunen. Im neuen Namen schlägt die neue Ausrichtung des von Eric Erfurth geleiteten Vereins durch. Er nennt sich ab sofort Förderkreis Mainlimes-Museum.
29.3., Main-Echo, Obernburg
Kleinheubach. Intonateur Stephan Heberlein stimmt in der evangelischen Pfarrkirche St. Martin in Kleinheubach die 1300 Pfeifen der historisch rekonstruierten Dauphin-Orgel aufeinander ab (Foto: Manfred Seemann). Die Einweihung der Orgel durch Landesbischof Dr. Johannes Friedrich steht am 4. Juli an.
17./18.4., Bote vom Untermain
Miltenberg. Die Sanierung der Mildenburg geht zügig voran. Das hat Architekt Markus Lorenz bei der Generalversammlung des Förderkreises Historisches Miltenberg mitgeteilt. Der Verein will in einer neuen Farbbroschüre auf das Baudenkmal aufmerksam machen.
25.3., Bote vom Untermain
Miltenberg. Zum unterfränkischen Imkertag in Miltenberg kamen rund 1000 Besucher. Der Präsident des deutschen Imkerbunds, Peter Maske aus Schwarzach, plädierte für ganzjährig mehr Blühflächen für die Bienen – zum Beispiel auf Flächen für Solarenergie. Weiter forderte er, keine Nervengifte mehr in Pflanzenschutzmitteln zu verwenden, die das Bienensterben fördern.
20.4., Bote vom Untermain
Miltenberg. Viele Fotos und wenig Text in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch: Werner Reulings hat einen Stadtführer über Miltenberg produziert. Der Bildband hat 80 Seiten mit 136 Farbfotos. Er kostet 5,95 Euro und ist in den Miltenberger Buchläden, bei Antik und Trödel, im Zeitschriftenladen Brigitte Törke und allen Geschäften erhältlich, die sonntags geöffnet sind.
21.4., Bote vom Untermain
Rechtenbach. Georg Matreux aus Rechtenbach und seine drei Mitarbeiter sind europaweit unterwegs, um mit kochend heißem Wachs wertvolle Baumstämme vor dem Transport zu versiegeln (auf dem Bild Mitarbeiter Matthias Bartel, Foto: Thomas Josef Möhler). Eiche reagiert vor allem auf Witterungseinflüsse, so Matreux. Ungeschützt entwickelten sich im Holz Luftrisse, unerwünschte Farbveränderungen im Inneren seien die Folge. Bei der Buche sei der Pilzbefall das Hauptproblem. Mit einem Gasbrenner werden die Stammenden erwärmt. Dann streicht man auf die Enden mit einem Pinsel Paraffin auf, das auf gasbetriebenen Öfen auf 180 bis 190 Grad erhitzt wurde.
30.3., Lohrer Echo
Würzburg. Im Zuge des Klimawandels werden in den Wäldern Mitteleuropas Laubbäume im Mittelpunkt stehen. Das Problem: Schon jetzt werden Laubholz-Vorräte nicht ausreichend genutzt. Eine mögliche Lösung: Die Entwicklung neuer Produkte aus Buche und Eiche. Bei der Tagung »Laubholz im Bauwesen« sind solche Produkte vorgestellt worden. So sollen Laubhölzer wieder im Bau eingesetzt werden. Auf der Suche nach Absatzmärkten haben die Studiengemeinschaft Holzleimbau und die Holzforschung der Technischen Universität München verleimtes Brettschichtholz aus Buche entwickelt.
17./18.4., Main-Echo, Seite Franken & Rhein-Main
Würzburg. Wenige Zentimeter unter der Terrasse eines Eiscafés in der Würzburger Innenstadt haben Experten Mauerreste und Relikte von Keramik aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert entdeckt. Die Fachleute waren sich bereits vor Beginn der Grabungen sicher, dass sie auf Reste des Hofs Uissigheim stoßen. Unerwartet war dagegen der Fund von vier Scherben. Sie stammen von einer »Tatinger Kanne« aus spätmerowingischer oder frühkarolingischer Zeit.
30.3., Main-Echo, Seite Franken & Rhein-Main
Schollbrunn/Bischbrunn. Am Sonntag, 20. Juni, 11 Uhr, eröffnet der mit dem Archäologischen Spessartprojekt erarbeitete neue Kulturwanderweg »Mühlen im Haseltal« (Grafik: J.Oberle). Vier Mühlen in einem Tal stellen eine Besonderheit dar. Mit dabei sind: Nickelsmühle, Schreckemühle, Zwieselmühle und Schleifmühle. An den einzelnen Stationen wird der historische Hintergrund des jeweiligen Standorts erläutert.
19.4., Main-Echo, Marktheidenfeld
Weilbach. Welche Geheimnisse birgt der Weilbacher Gotthardsberg? Das will das Archäologische Spessartprojekt im Sommer bei Grabungen herausfinden. Was sich hinter den Mauern auf dem Berg und unter den Erdschichten am Hang verbirgt, will Archäologe Harald Rosmanitz analysieren. Gegraben wird ab Juli, der offizielle Abschluss soll am 11. und 12. September mit Fest und Ausstellung gefeiert werden.
29.3., Bote vom Untermain
Laufach. Der weltweit höchste Maibaum stammt wahrscheinlich aus dem Spessart: Aus Eicherloh (Kreis Erding) ist eine Delegation ins Forstrevier Laufach-Hain gekommen, um die 57 Meter hohe und 18 Tonnen schwere Douglasie zu fällen und mit Spezialgerät nach Südbayern zu transportieren. Das Prachtstück soll zum Rekord-Maibaum umgestaltet und im 600-Einwohner-Ort Eicherloh aufgestellt werden. Dann wollen die Oberbayern mit dem Spessart-Baum ins Guinness-Buch der Rekorde.
29.3., Main-Echo Aschaffenburg
Aschaffenburg. Knospen der Douglasien im Aschaffenburger Stadtwald werden wissenschaftlich auf ihre genetische Struktur untersucht. Dafür schoss Förster Jochen Lüer Knospen von den Bäumen (Foto: Victoria Schilde). Der Forst verfügt mit den Douglasien im Strietwald über anerkannte Saatgutbestände. Alle 20 Jahre überprüfen Experten, wie es um die Bäume bestellt ist, die als Saatgut-Produzent per Gesetz zugelassen sind. Die Knospen werden im Labor auf zwei Eigenschaften untersucht: Art der Douglasie und genetische Vielfalt.
19.4., Main-Echo, Aschaffenburg
Aschaffenburg. Der Sport habe in der Antike einen noch höheren Stellenwert gehabt als in der Moderne. Das sagte Raimund Wünsche, Chef der Münchner Antikensammlung, zur Eröffnung einer Sonderaustellung im Aschaffenburger Pompejanum. Sie widmet sich dem Sport und zeigt unter anderem die in der Antike üblichen Wettkämpfe wie Lauf, Speer- und Diskuswurf, Fünfkampf, Ringen, Faustkampf oder Wagenrennen. »Sport in der Antike«, Pompejanum, bis 10. Oktober, täglich außer Montag, 9 bis 18 Uhr, Themenführungen und Wunschtermine: www.fuehrungsnetz-aschaffenburg.de
31.3., Main-Echo, Aschaffenburg
Aschaffenburg. Der neue Eigentümer der Määkuh, Alois Westarp, stelle sich der Verantwortung, das Technikdenkmal zu erhalten. Diese Botschaft verkündete Oberbürgermeister Klaus Herzog. Erste Planungen zielen darauf ab, das Kettenboot im Schlossvorfeld unterzubringen und als Anziehungspunkt mit einem Ergänzungsbau zu kombinieren. Als Ort kommt die Mainterrasse in Frage, etwa in Höhe der Schlosstreppe in Richtung Willigisbrücke. Im Rumpf ließe sich eine Ausstellung zur Geschichte der Määkuh und der Mainschifffahrt einrichten, so Herzog. Auf dem Deck sollen markante Teile wie Kettentrommel, Mast und Kamin rekonstruiert werden.
30.3., Main-Echo, Aschaffenburg
Bad König. Die Aue der Mümling zwischen Bad König-Zell und Michelstadt-Asselbrunn soll unter Naturschutz gestellt werden. Eine entsprechende Verordnung hat das Regierungspräsidium Darmstadt erarbeitet. Das 15 Hektar große Areal umfasst wertvolle Auwaldflächen und stellt ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den an der Mümling gelegenen Naturschutzgebieten »Bruch von Bad König« und »Steinbacher Teich und Fürstenauer Park« dar, so die Regierung.
6.4., Main-Echo, Obernburg
Marktheidenfeld. Neben Zitronenfalter, Kleinem und Großem Fuchs, Tagpfauenauge und Trauermantel gehört der C-Falter (Polygonia c-album) zu den ersten flatternden Frühlingsboten, die aus ihrer langen Winterstarre erwachen (Foto: Walter Malkmus). Namensgebend für den eleganten Falter, der auch »Weißes C« genannt wird, ist das weiße, c-förmige Zeichen (Schuppenmal) auf der Unterseite der Hinterflügel. An warmen Frühlingstagen sieht man ihn an sonnigen Wald- und Buschrändern oder an Bachufern herumflattern.
30.3., Main-Echo, Marktheidenfeld
Marktheidenfeld. Die ersten Reptilien sind aus ihrer Winterstarre erwacht und nehmen ein Sonnenbad. Als wechselwarme Tiere müssen sie im Herbst ein frostsicheres Winterquartier suchen, wo sie in eine Kältestarre verfallen. Zu den ersten Sonnenanbetern gehört die Zauneidechse (Lacerta agilis), die im Kreis Main-Spessart noch weit verbreitet ist (Foto: Walter Malkmus). Sie bevorzugt offene Landschaften wie sonnige Wald- und Gehölzränder, Bahn- und Straßenböschungen sowie sonnenexponierte Hänge mit niederer Vegetation.
10./11.4., Main-Echo, Marktheidenfeld
Eichenbühl-Riedern. Die Universität Osnabrück hat mit der unterfränkischen Firma Saaten-Zeller eine Zusammenarbeit zum Aufbau einer Genbank für Wildpflanzen vereinbart. Das Projekt soll die genetische Vielfalt hiesiger Naturregionen erhalten und den Rückgang lokaler Wild--pflanzenarten stoppen. Die fünf Biologen der Firma aus Riedern sollen in allen Regionen Deutschlands Samen der jeweils bedeutendsten Wildpflanzen sammeln und reinigen. Die Universität lagert die Proben dann bei minus 20 Grad ein und zertifiziert sie, um sie zurückverfolgen und später vermehren zu können.
6.4., Bote vom Untermain
Wiesen. Unweit des Wiesener Sportplatzes hat der Bau des Rad- und Fußwegs zum Wiesbüttsee begonnen. Die Pedalroute soll im Sommer durchgängig nutzbar sei. Der Fuß- und Radweg mündet einige hundert Meter vor dem Wiesbüttsee unmittelbar in einen Wanderweg.
7.4., Main-Echo, Alzenau
Lohr. Durch die Wärme in der zweiten Märzhälfte haben sich die Blüten der Gemeinen Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) geöffnet. Die lilavioletten Glockenblüten sind pollenreich und üben eine starke Anziehungskraft auf Bienen aus. Die Küchenschelle gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceen, links) und wächst nur auf kalkhaltigen Böden. Ende März und Anfang April haben sich dann die Blüten von Blau- und Gelbsternen geöffnet. Der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia, Mitte) ist ein Hyazinthengewächs, der Acker-Gelbstern (Gagea villosa, rechts) wird zu den Liliengewächsen gezählt. Blausterne brauchen humusreiche Böden. Die Einzelpflanze entwickelt zwei bis fünf sternförmige Blüten. Ihre Samen werden durch Ameisen verschleppt. Der Acker-Gelbstern braucht nährstoffreiche Böden und wächst am Rand von Äckern. Durch den Einsatz von Pestiziden ist die früher häufige Pflanze stark zurückgegangen (Fotos: Walter Malkmus).
7. und 13.4., Lohrer Echo
Heimbuchenthal. Das privat getragene Fahrradmuseum »Pedalwelt« in der Heimbuchenthaler Kernsmühle schließt wohl im September. Der Eigentümer des Anwesens, Richard Weitz, hat dem Betreiber Ulrich Teige wegen Eigenbedarfs gekündigt. Teige hat bisher keinen passenden Standort für seine Räder und den Parcours in Aussicht.
8.4., Main-Echo, Aschaffenburg
Erbach. Der Breubergbund bringt im 57. Jahr die Vierteljahreszeitschrift »Der Odenwald« mit Beiträgen aus der Heimatgeschichte des Odenwalds heraus. In der ersten Ausgabe in diesem Jahr geht es um Vogelherde und die frühere Vogeljagd, den Alchimisten Carl Anton von Sickingen und die Veste Otzberg. Erhältlich ist »Der Odenwald« für fünf Euro in der Geschäftsstelle des Breuberg-Bunds, Rathaus Sandbach, Ernst-Ludwig-Straße 2–4 oder im Buchhandel sowie über das Internet unter www.breubergbund.de
10./11.4., Main-Echo, Obernburg
Bessenbach. 181 Meter Höhe, 80 Tonnen Gewicht: Der alte Mast des Senders Pfaffenberg im Spessart ist gefallen (Foto: Peter Rogowsky). Dafür wurden Stahlseile des Turms gesprengt. Mit seinem Werk zufrieden zeigte sich Sprengmeister Karl-Heinz Bühring aus der Nähe von Magdeburg. Andreas Hänig von der Gewerbeaufsicht der Regierung in Würzburg bescheinigte ihm »gute Arbeit«. 110 Helfer waren im Einsatz, um den Wald abzusperren. Grund für die Sprengung: Der Bayerische Rundfunk hat seinen Sender umgerüstet. Seit November 2008 strahlt er das digitale Antennenfernsehen DVB-T aus. Hierfür baute der BR einen neuen Turm mit Betonsockel.
17./18.4, Main-Echo
Leidersbach. Im Werben um die Urlaubergunst sieht sich der Touristikverband Spessarträuberland mit Sitz in Heimbuchenthal in der Erfolgsspur. Ein Indiz für das bundesweit wachsende Interesse am Spessart: Beim Internetauftritt wurden im 2007, im Startjahr der Organisation, 3800 Besucher registriert, 2008 waren es 21000, und 2009 klickten 32250 Besucher an; die Zahl der Seitenzugriffe lag bei 346623, hieß es in der Jahresversammlung in Leidersbach. Die Übernachtungszahlen indes stagnieren laut Statistischem Landesamt.
15.4., Main-Echo, Obernburg
Mespelbrunn. Das bayernweite Pilotprojekt zur Bekämpfung der Engerling-Plage rund um Mespelbrunn kommt nicht zustande. Gescheitert ist das Vorhaben, ab diesem Frühjahr Millionen von Maikäfer-Larven im Boden mit einem für sie tödlichen Pilz zu dezimieren, am Veto eines Schäfers. Dieser hätte 125 Hektar Weidefläche zur Verfügung stellen müssen. Seit einem Jahrzehnt breiten sich die gefräßigen Larven der Feldmaikäfer im Raum Mespelbrunn aus – auf einer im Freistaat einzigartig großen Fläche von mittlerweile 375 Hektar. Zudem sind Nachbargemeinden betroffen.
16.4., Main-Echo, Aschaffenburg