Spessart Nachrichten

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Großostheim-Wenigumstadt.
Zum 100. Geburtstag von St. Sebastian in Wenigumstadt ist die Pfarrkirche völlig eingerüstet. Schon im 14. Jahrhundert ist der Ort mit einer Pfarrkirche erwähnt. Doch schon 1244 gab es Filialkirchen in Radheim und in dem von der Pest dann im 17. Jahrhundert ausgelöschten Ort Biebigheim. Die Namen der Pfarrer sind seit 1410 bekannt. Wertvolles Inventar ist ein mittelalterliches Tafelbild (Foto Stefan Gregor), das ein Wallonenpfarrer 1680 mitgebracht hatte. 25. 6. - Main-Echo.

Wertheim-Reicholzheim.
Der "Bauernastronom" Johann Kern aus Steinmark hatte vor fast 40 Jahren das damals größte private Spiegelteleskopp mit 61 Zentimetern Durchmesser bei Zeiss Jena bauen lassen. Heute betreibt ein gemeinnütziger Verein das Gerät in einem eigens dafür gebauten Kuppelbau auf der Höhe zwischen Reicholzheim und Urphar. 1993 wurde ein Linsenfernrohr installiert und wertvolle wissenschaftliche Arbeit geleistet. Jetzt wird ein Erweiterungsbau errichtet, der im Herbst seiner Bestimmung übergeben werden soll. 26. 6. - Wertheimer Zeitung.
Amorbach.
Dass es in Unterfranken künftig wärmer sein wird, davon ist auch das Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen überzeugt. Darauf hat sich die Forstwirtschaft einzustellen. Einige kritische Baumarten, die Fichte zum Beispiel, die schon heute an der Grenze der Wasserversorgung lebt, werden aus unseren Wäldern verschwinden. Buchen und Eichen dagegen vertragen die Klimaveränderung besser. 26. 6. Bote vom Unter-Main.
Alzenau.
Die älteste Glocke im vierstimmigen Geläut der Sankt-Justinus-Kirche ist die Evangelistenglocke aus dem 14. Jahrhundert. Jetzt muss einer des sechs Kronenbügel geschweißt und der Klöppel erneuert werden. Das Joch, das das Gewicht von 460 Kilogramm trägt, wird aus Holz erneuert. 26. 6. - Main-Echo.
Breuberg.
Ein Museum im Betriebsgelände der Firma Pirelli informiert über die Geschichte des Rades und dessen Bereifung. Die Geschichte des international tätigen Reifenherstellers mit rund 3300 Mitarbeitern ist in die Ausstellung mit einbezogen. 28. 6. - Main-Echo, Obernburg
Kleinostheim.
"aktüel haber" heißt die türkische Kultur- und Informationszeitung, die Sedat Kimil seit April herausgibt. Er ist auch der verantwortliche Redakteur. Vor allem Nachrichten aus dem Verbreitungsgebiet und Anzeigen füllen das Blatt. Große Politik findet sich seltener im Blatt, das an jeden türkischen Haushalt verteilt werden soll. 30. 6. - Main-Echo.
Amorbach.
Mit einem Festzug feierte Amorbach am 29. Juni den Höhepunkt des Jubiläums zum 750. Jahrestag der Stadtgründung. 50 Wagen und Gruppen mit rund 1000 Teilnehmern ließen die Geschichte der Stadt aus der Zeit vor Christi Geburt bis heute Revue passieren. Nicht nur an Grafen, Ritter und Mönche war zu erinnern, auch schöne Frauen erregten Aufmerksamkeit (Foto Harald Schreiber). 30. 6. - Bote vom Unter-Main.
Wertheim.
Mit der Aktion "Finden und Suchen" veranlasste das Grafschaftsmuseum die Bürger, ihre Bibeln zur Beurteilung vorzulegen. Dabei entdeckte Museumsleiter Dr. Jörg Paczkowski ein bisher unbekanntes Exemplar einer im Jahr 1735 in Wertheim gedruckten Bibel in einer Übersetzung von Johann Lorenz Schmitt. Der Drucker war Johann Georg Nehr, der spätere Gründer des Intelligenzblattes/Wertheimer Zeitung. 30. 6. - Wertheimer Zeitung.


Hanau.
Der Handel mit Soldaten war im 18. Jahrhundert eine Einkommensquelle der Fürsten. 1776 verkaufte der Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel fast 3000 junge Bauernsöhne nach Amerika, damit sie für britische Kolonialinteressen gegen Amerika kämpften. Die Briten waren der Übermacht der Gegner nicht gewachsen, fielen, verhungerten, gerieten in Gefangenschaft. Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt brandmarkte das Tun der Kasseler und Hanauer Verwandtschaft als "Menschenverkauf vor Blutgeld". Ein Foto von Karin Klemt zeigt Uniformträger hessischer Regimenter aus dem 18. Jahrhundert. 1. 7. - Main-Echo, Hessen.
Diese Kurznachrichten aus der Kulturlandschaft Spessart sind den zehn Lokalausgaben des Main-Echo und seinen Heimatzeitungen entnommen. Den vollen Wortlaut finden Sie unter www.main-netz.de
Birkenfeld.
Der Boden im Birkenfelder Gemeindewald sei ein Paradies für Edellaubhölzer, meinen die Forstleute. Beste Lösslehmgründe legen die Anpflanzung von Kiefer, Douglasien und Edellaubhölzern wie Esche, Kirsche, Ahorn oder gar Eiche nahe. 29./30. 5. - Main-Echo.
Aschaffenburg.
In der Reihe "Freizeit und Spaß" brachte der Frankfurter Societätsverlag, verfasst von Kristiane Müller-Urban und Eberhard Urban einen Freizeitführer für Spessart und Kinzigtal heraus. Neben dem Hochspessart werden vor allem der Raum um Hanau und zwischen Freigericht und Gelnhausen beschrieben. 192 Seiten, 10 Euro. 1. 7. - Main-Echo.
Aschaffenburg.
Weniger als Rotary und Lionsclub ist der weibliche Serviceclub "Zonta" bekannt. Vor 25 Jahren wurde er durch Dr. Liselotte Schellert-Hock gegründet. Seit ihrer Gründung haben die Mitglieder knapp 270 000 Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet. 2. und 7. 7. - Main-Echo.
Aschaffenburg.
Der über die Grenzen Aschaffenburgs bekannte Zeichner Sascha Juritz ist im Alter von 64 Jahren verstorben. Der Künstler lebte zuletzt zusammen mit seiner Frau Doris in der Bretagne. 1. und 5. 7. - Main-Echo.
Gemünden.
Vorwiegend an den Uferzonen von Bachläufen hält sich die Blauflügelige Prachtlibelle auf (Foto Heinz Scheid). Schwerfällig, fast falterartig wirkt ihr Flug, weitaus weniger rasant als der der Großlibellen. Sie kommt an allen nach Osten entwässernden Spessartbächen vor, und zwar am unteren Haselbach, an Hafenlohr, Lohr, Rechten- und Sindersbach. Die ihr verwandte Gebänderte Prachtlibelle dagegen bevorzugt langsam fließende Gewässer wie die Ufer des Mains, von Saale, Sinn und Wern. 4. 7. - Lohrer Echo.
Miltenberg.
Zur Zeit saniert die Stadt die Häuser 173/175 am Schnatterloch. Sie enthalten noch viel ursprüngliche Bausubstanz aus der Zeit vor 400 Jahren. Das konnte vor allem an den Eingangstüren, den Türstöcken und Fenstern festgestellt werden. Vor allem das Fachwerk wird genauer zu untersuchen sein. Johannes Butzbach, auch Piemontanus genannt, Humanist und Schriftsteller, wurde 1478 in Miltenberg geboren. Er brachte bei der Rückkehr von einer sechsjährigen Reise ein "Wanderbüchlein" mit, das auch heute noch spannend zu lesen ist. 4. 7. - Bote vom Unter-Main.
Obernburg-Eisenbach.
In dem im Entstehen sich befindenden Heimatmuseum befindet sich das "Sechserbuch", eine Fundgrube für die FamilienforschNicht nur, um die bisherige Produktion auf bis zu 35 Tonnen Roggen und 50 Tonnen Weizen am Tag künftig zu erreichen, wird die Knechtsmühle in Eisenbach modernisiert. Auch die Schädlingsbekämpfung wird mit einer "Wärmeentwesung" durch Aufheizung des Mühlenraums auf 60 Grad Celsius den heutigen Anforderungen angepasst. 4. 7. - Main-Echo, Obernburg.
Aschaffenburg.
Steffen Schmitt aus Aschaffenburg ist Bayerns bester Jungmeister im Sattler- und Feintäschnerhandwerk. Der 27-Jährige wurde mit dem "Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung" ausgezeichnet. Bereits bei der Gesellenprüfung 1998 wurde er mit einem Autositz aus Leder Kammersieger und 2. Landessieger. 5. 7. - Main-Echo.
Großostheim.
Die Pfarreien St. Peter und Paul und Maria Himmelfahrt feiern 1200 Jahre christliches Leben in Großostheim. Sie berufen sich auf eine Urkunde des Klosters Fulda aus dem Jahr 799. Auch Einhard, der Geschichtsschreiber Karls des Großen, erwähnte 827 nur die Martinsbasilika, als er die Gebeine der Heiligen Petrus und Marzellinus von Michelstadt im Odenwald nach Seligenstadt überführen ließ. 5. 7. - Main-Echo.
Seligenstadt.
Drei neue Mitglieder hat die Seligenstädter Ordensbruderschaft "Zum Steyffen Löffel". Aloys Konstantin Fürst zu Löwenstein, Frau Gerda Heberer aus Seligenstadt und der Oberbürgermeister von Rothenburg o./T., Herbert Hachtel (von links im Foto von Karin Klemt) leerten den mit einem drei Liter Wein gefüllten Geleitslöffel und erhielten den Ritterschlag. Dem Löffeltrunk vorausgegangen war ein historischer Geleitszug mit über 1000 Teilnehmern. 7. 7. - Main-Echo.
Lohr.
Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes "Pathways to Cultural Landscapes" richtete das Archäologische Spessartprojekt in Zusammenarbeit mit den betreffenden Kommunen zahlreiche Kulturwanderwege im Spessart ein. Das Projekt läuft zum Jahresende 2003 aus. Im September soll als neues Projekt "Communicating Cultural Landscapes" aus der Taufe gehoben werden, das sich vor allem an Erzieher und Lehrer wenden wird. 7. 7. - Lohrer Echo.
Bessenbach.
Vor über zwei Jahren rettete der Bessenbacher Geschichts- und Kunstverein alte Eichenbalken, die bei Bauarbeiten entdeckt wurden. Proben, an der Frankfurter Universität untersucht, ergaben als vermutliche Fälldaten die Jahre 1277 und 1339. Der Verein gewann den aus Keilberg stammenden Künstler Konrad Franz dafür, einen der Balken als Stele zu gestalten. Er ließ ihn in seiner ursprünglichen Form und fertigte das Bessenbacher Wappentier, einen doppelköpfigen Storch aus Bronze, als Krönung des Balkens. Die "Bessenbacher Stele" (Foto: Reinhold Brehm) wurde am 4. Juli offiziell enthüllt und vor dem Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Der Verein hat ein Informationsblatt herausgegeben. 7. 7. - Main-Echo.
Werbach-Gamburg.
Die Burg über dem gleichnamigen Ort im Taubertal ist für ihren Besitzer, Baron Hans-Georg von Mallinckrodt eine Lebensaufgabe. Errichtet wurde sie in der Mitte des 12. Jahrhunderts vom Geschlecht der Beringer von Gamburg. Lehensherr war der Mainzer Erzbischof bis 1722. Beringer war auch Mitstifter des Klosters Bronnbach. Bergfried und Palas zählen zu den ältesten Gebäuden. Das Erdbeben von 1356, der Bauernkrieg und der Dreißigjährige Krieg richteten keinen Schaden an. Von 1722 bis 1936 waren die Grafen von Ingelheim Eigentümer und bis 1980 Graf Emanuel von Westerholt-Gysenberg. 8. 7. - Wertheimer Zeitung.
Wörth.
Nach 145 Jahren schulischer Ausbildungstätigkeit und religiöser Erziehung verlassen die "Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau" den Ort. Nach den sechs Ordensfrauen, an der Spitze Frau Oberin Siegtraud, werden fünf Schwestern der "Internationalen Kongregation der Vereinigten Herzen Jesu und Mariä" als Angestellte der Caritas als Lehrerinnen in Wörth einziehen. 10. 7. - Main-Echo, Obernburg.
Laudenbach/ Main.
Die Laudenbacher Feuerwehr feiert ihr 125. Gründungsjubiläum (9. November 1877). Verbunden mit dem 25-jährigen Bestehen der Jugendwehr feiert der Kreis sein traditionelles Dreiländertreffen mit Wehren aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Auf dem Foto von 1895 zeigen sich von links: Valentin Hayn, Kommandant Heinrich Burk, Johann Trunk, Josef Ludewig, Joseph Weiß, Franz-Josef Schäfer. 10. 7. - Bote vom Unter-Main.
Haibach.
Für die vorbildliche Restaurierung der 1525 von Kurfürst Albrecht von Brandenburg errichteten Brunnenstube für die Schlosswasserleitung (siehe "Spessart" 2002/11) erhielt der Heimat- und Geschichtsverein einen mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis des Bezirkstagspräsidenten. Für gute Brunnengestaltung wurden ferner die Gemeinden Großheubach und Neunkirchen-Richelbach ausgezeichnet. 10. 7. - Main-Echo.
 
Kahl.
Der Kahler Wald ist vorwiegend mit Kiefern bestanden. Das Forstamt Schöllkrippen stellte fest, dass der sehr warme und niederschlagsreiche Standort gute Voraussetzungen für die Anpflanzung von Buchen, Eichen und anderen Edelhölzern bietet. 10. 7. - Main-Echo.
Lohr.
Der Margarethenhof ist eine uralte Ansiedlung, die früher zum Kloster Neustadt am Main gehörte. Unter dem Chorraum der kleinen Kapelle entspringt eine Quelle. Eine kleine Öffnung vor dem Altar weist den Einstieg in die Brunnenstube, die sich unter dem Altar befindet. Heimatkundler stellen sich die Frage, ob es sich um eine rechtszirkular polarisierte Quelle handelt, denn angeblich wurden nur solche Quellen in alter Zeit als heilig angesehen. 11. 7. - Lohrer Echo.
Würzburg.
Am 10. Juli wurde in Würzburg das Unterfränkische Dialektinstitut der Universität gegründet. Es führt die zwölfjährige Arbeit am Sprachatlas von Unterfranken fort, das die Ergebnisse dieser Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich machen wird. Die durch den Spessart verlaufende Sprachgrenze (siehe "Spessart" 2002/12) macht die Arbeit für die Forscher besonders attraktiv. 11. 7. - Main-Echo.
Aschaffenburg.
Bis 21. September zeigt die Jesuitenkirche eine Ausstellung mit Werken von Ernst Barlach (1870-1938) unter dem Motto "Ich erzähle" mit 35 plastischen Arbeiten, 100 Druckgrafiken und 20 Zeichnungen des Meisters. 11. 7. - Main-Echo.
Lohr.
Dieses seltsame Tierchen in Kreuzform (Foto Georg Cura) wurde an einem Fenster in Sendelbach entdeckt. Es ist ein Nachtfalter aus der Familie der "Federgeistchen" (agdistis benneti). Es ist frisch geschlüpft und wartet darauf, dass die Flügel sich mit Blut füllen. 11. 7. - Lohrer Echo.
Mömbris.
Dr. Herbert Alsheimer stellte sein Buch über Ivo Zeiger vor, den 1952 in Kronberg verstorbenen Jesuitenpater aus Mömbris. In Rom war Zeiger Rektor des "Collegium Germanicum Hungarorum" und Berater Papst Pius XII. Nach dem Krieg beauftragte der Papst ihn mit der Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen in Süditalien. Das Buch "Der Vatican in Kronberg", das im Verlag Waldemar Kramer erschien, kostet 14,80 Euro. 12. 7. - Main-Echo.
Main-Kinzig-Kreis.
Mit den Themenschwerpunkten Pflanzen, Tiere, Menschen, illustriert mit zahlreichen Fotos brachte der Zweckverband Naturpark Hessischer Spessart ein spannend zu lesendes Buch heraus; Autor Heinz Kleine-Rüschkamp. Es ist im CoCon-Verlag Hanau erschienen und kostet 16,80 Euro. 12. 7. - Main-Echo, Hessen.
Miltenberg.
Mit einem Fest für die Leser am Miltenberger "Schnatterloch" beging der "Bote vom Unter-Main", Zeitung für Maintal, Odenwald und Bauland, seinen 200. Geburtstag. Dessen Gründer, der Schweinfurter Buchdrucker Heinrich Wilhelm Volkhardt, kam aus Schweinfurt nach Miltenberg. Am 3. September erschien das erste Exemplar des "Miltenberger privilegierten Intelligenzblattes". 1840 wurde daraus der "Bote vom Unter-Main". Hans Volkhardt, Nachfahre des Gründers in der fünften Generation, ist Mitgesellschafter der Bote vom Untermain, Volkhardt GmbH & Co. Miltenberg, die mit der Betreuung der Anzeigenkunden und Leser betraut ist. Die Redaktion untersteht dem Main-Echo-Verlag in Aschaffenburg. 13. 7. - Main-Echo am Sonntag.
Michelstadt.
Mehrere Wochen lang werden die Besucher der Fachwerkstadt von einem Kunstprojekt überrascht, das Gäste und Einheimische in Bewegung setzen will. Moderne Kunstwerke auf dem Marktplatz, in den Straßen und in der evangelischen Stadtkirche geben der für ihre malerischen Winkel bekannten Stadt ein ungewohntes Gesicht und fordern zum Nachdenken heraus. 14. 7. - Main-Echo, Obernburg.
Obernburg.
Die evangelische Friedenskirche in Obernburg erhielt eine neue Orgel, gebaut von Johannes Rohlf in Seitzental/Schwarzwald. Sie besitzt zehn Register und 540 Pfeifen. Die äußere Gestalt folgt schnörkellos der schlichten Architektur des Kirchenraumes. Der Orgelsachverständige der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Reinhold Morath, lobte beim Anspiel den weichen, fülligen und strukturierten Charakter des Instruments. 15. 7. - Main-Echo, Obernburg.
Steinfeld.
Der größte Flächenbrand seit Generationen breitete sich am 14. Juli auf etwa zehn Hektar abgeernteter Getreidefelder aus. Die Landwirte, unterstützt von ca. 120 Feuerwehrleuten, konnten den Brand erst nach Stunden löschen. 15. und 16. 7. - Main-Echo, Marktheidenfeld.
Kleinwallstadt-Hofstetten.
Guter Leumund und ehrenhaftes Benehmen war verlangt, unbotmäßiges Verhalten gegen den Kommandanten führte zum Ausschluss. Das schrieben sich die 40 Männer in Hofstetten in die Satzung, als sie vor 125 Jahren die Feuerwehr Hofstetten gründeten (Foto). Wasser zum Löschen musste aus dem Löschweiher geholt werden, Fahrzeuge gab es nicht. Brach ein Brand aus, mussten Hornisten das Dorf ablaufen und die Männer zum Spritzenhaus rufen. 16. 7. - Main-Echo, Obernburg.
Lohr-Pflochsbach.
Die Pfarrkirche von Pflochsbach ist eine der ältesten Dorfkirchen am Ostrand des Spessarts. Eine Kapelle gab es schon 1192. Bei einer Kirchenrenovierung verkaufte die Gemeinde ihre alte Orgel. Auf dem Dachboden überdauerten vergessene Reste davon die Jahre. Sie wurde restauriert, das Spielwerk zurück gekauft. Jetzt erklingt die 1756 vom Marktheidenfelder Orgelbauer Johann Conrad Wehr (um 1714-1784) erbaute Barockorgel wieder (Foto: Gebhard Bauer). Sie ist neben der Orgel in Urphar eines der wenigen noch original erhaltenen Instrumente Wehrs. 16. 7. - Lohrer Echo.
Aschaffenburg.
Nach 150 Jahren Dienst am Nächsten verlassen die Armen Schulschwestern Schweinheim. In den 1950er Jahren gehörten dem Konvent bis zu 13 Ordensfrauen an. 1970 zogen sich die Schwestern aus der schulischen Arbeit zurück. Zuletzt waren noch zwei Schwestern als Kindergärtnerinnen tätig. 16. 7. - Main-Echo.
Rechtenbach.
Schon vor der Gründung des ehemaligen Glasmacherdorfes war der Rechtenbach bekannt. Schon 1383 ist von einer Schleifmühle am Rechtenbach die Rede. Für die Gründung einer Glashütte im Jahr 1686 war der Bach entscheidend. 17. 7. - Lohrer Echo.
Bessenbach.

Die lange anhaltende Trockenheit hat die Getreideernte hinsichtlich Menge und Qualität erheblich beeinträchtigt. Die Ausfälle betragen bei Wintergerste, Weizen und Raps bis zu 50 Prozent. Auch beim Grünland sowie beim Anbau von Kartoffeln, Rüben und Mais macht sich die Trockenheit bemerkbar. 18.. 7. - Main-Echo.
Schollbrunn.
Der Schollbrunner Pfarrer Johannes Lorz war eines der Opfer der Explosion der ehemaligen Haslocher Pulverfabrik am 14. Juli 1928. Es gab Tote und Verletzte. Der Pfarrer verunglückte, als er den Opfern zu Hilfe eilen wollte, durch einen Sturz vom Fahrrad. Schon bei einer vorangegangenen Explosion am 20. Mai 1926 hatte er tatkräftig bei der Bergung der Verwundeten geholfen. 18. 7. - Main-Echo, Marktheidenfeld.
Esselbach.
Bis 1821 gehörte die Pfarrei kirchlich zum Bistum Mainz. 1352 schon wurde ein Pfarrer Burkard schriftlich erwähnt. Die jetzige Kirche im frühklassizistischen Stil entstand auf einem Vorgängerbau nach Plänen des Mainzer Hofarchitekten d'Herigoyen von 1779 an. Sie ist der heiligen Margaretha geweiht. 19. 7. - Main-Echo, Marktheidenfeld.
Lohr.
Um ein Viertel bis ein Drittel kürzer, dafür aber einheitlich markiert und systematischer soll das Netz der Wanderwege im Spessart werden. Bei der Hauptversammlung des Naturpark-Spessart-Vereins wurde beklagt, dass die beteiligten Organisationen Spessartbund und der vor 40 Jahren gegründete Naturpark Spessart derzeit noch nebeneinander her arbeiten. Gefordert wurde, dass weiterhin Windkraftanlagen im Bereich des Naturparks nicht genehmigt werden. 19. 7. - Lohrer Echo.
Aschaffenburg.
Die Aschaffenburger Altstadtfreunde vergeben in diesem Jahr zum ersten Mal einen Denkmalpreis für sorgfältige und gelungene Restaurierungen. Ausgezeichnet wurden ein Fachwerkhaus in der Ruhlandstraße 40 in Leider (ca. 1721), ein klassizistisches Haus in der Treibgasse 19 (erbaut 1803), ein Fachwerkhaus in der Kleinen Metzgergasse (erbaut 1544) und das Jugendstilhaus Karlstraße 1 (erbaut 1903). 19. 7. - Main-Echo.
Frammersbach.
29 Schreiber haben 900 Familiennamen in das "Sechserbuch" aus unterschiedlichen Anlässen eingetragen. Begonnen wurden die Aufzeichnungen aus dem Gemeindeleben im Jahr 1572. Deshalb stellt es eine ergiebige Fundgrube für die Erforschung Frammersbacher Geschichte dar. Die berühmten Frammersbacher Fuhrleute kommen nicht vor, da sie außerhalb der Gemeinde arbeiteten. Gebunden sind die im Lauf der Jahre immer zahlreicher gewordenen Blätter als Kopertband. Diese vorläufige Bindeart hält zwei aufwändig verzierte Buchdeckel zusammen. 21. 7. - Lohrer Echo.
Aschaffenburg.
Es begann als leises Murmeln, schwoll an und ebbte nach etwa sieben Minuten ab: 1200 Schülerinnen der Aschaffenburger Maria-Ward-Schule lasen auf dem Stiftsplatz gleichzeitig aus der Bibel vor (Foto Harald Schreiber). Jede der Schülerinnen von der 5. bis zur 12. Klasse hatte eine andere Seite für das Simultanlesen übernommen. Zwei identische 1300 Seiten starke Bibeln wurden für das Unterfangen zerschnitten und markiert, um das Rezitieren gleicher Seiten zu vermeiden. 22. 7. - Main-Echo.
Stadtprozelten.
Als Sensation wird die Entdeckung gotischer Scheiben in der Stadtprozeltener Stadtkirche angesehen. Sieben Felder eines Chorfensters sind sogar älter als der Bau selbst. Auch das Bleinetz müsste nach Ansicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege noch mittelalterlich sein. Vergleiche mit Scheiben aus dem Frankfurter Dom legen eine Datierung auf die Jahre 1330/35 nahe. Die Fenster werden zur Zeit restauriert. 23. 7. - Bote vom Unter-Main.