| Spessart Nachrichten |
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Alzenau.
Die Hanauer Märteswein-Vereinigung hat ein historisches Nachschlagewerk an die Stadt Alzenau
übergeben. Es handelt sich um ein Exemplar des Werks »Hanau Stadt und Land« von Ernst Zimmermann.
Das 1913 erstmals erschienene Grundlagenwerk behandelt die Geschichte des einst von Hanau und Mainz
gemeinsam regierten Freigerichts. Das in Form einer Replik von 1978 zur Verfügung gestellte
wertvolle Exemplar soll als Nachschlagewerk in der Bibliothek zur Verfügung stehen. In dem Buch
sind zudem alle Verbindungen zwischen Hanau und der Region Alzenau beschrieben.
20.10., Main-Echo, Alzenau |
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Freudenberg.
Am 21. und 22. Oktober hat sich zum 70. Mal die Deportation von mehr als 6500 Juden aus Baden
und der Saarpfalz in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich gejährt. Unter den Deportierten
waren Juden aus Freudenberg, Külsheim, Wenkheim und Wertheim. Viele von ihnen fanden während des
NS-Regimes den Tod.
20.10., Wertheimer Zeitung |
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Miltenberg.
Peter Körner und Dr. Josef Pechtl vom Aschaffenburger Förderverein Haus Wolfsthalplatz haben
in Miltenberg das Datenbank-Projekt »Juden in Unterfranken« vorgestellt und die Stadt gebeten,
ihren Beitrag zu leisten. In der Datenbank werden Informationen über ehemalige jüdische Mitbürger
zusammengeführt. Mit Hilfe der Datenbank, so Pechtl, könne man gezielt recherchieren und den Nachfahren
ehemaliger jüdischer Mitbürger helfen, ihre Geschichte aufzuarbeiten. Bislang sind die Kurzprofile
von rund 5000 ehemaligen jüdischen Mitbürgern aus Aschaffenburg, Alzenau, Goldbach, Hösbach, Großostheim
und Mömlingen in der Datenbank verfügbar. Das Bild zeigt den Judenfriedhof am Miltenberger Burgweg (Foto: Winfried Zang).
21.10., Bote vom Untermain |
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Miltenberg.
Das Miltenberger Stadtmuseum zeigt zur Weihnachtszeit Sitten und Bräuche der vergangenen 100 Jahre.
Geklärt wird, was »Belznickel«, »Mehlweibchen« und »Bohlischbock« sind. Neben Kostümen alter
Brauchtumsfiguren hat das Museumsteam zahlreiche Fotos zusammengetragen. Eine Weihnachtsstube
wie vor 100 Jahren soll nachgebildet werden. Eine Attraktion ist der im historischen Stil geschmückte
Weihnachtsbaum – ein Strohbaum aus dem Jahr 1870. Die Schau ist bis zum 16. Januar zu sehen: Mittwoch
bis Sonntag 11 bis 16 Uhr; Zusatzzeiten an Adventswochenenden: Freitag bis Sonntag bis 19 Uhr.
16.11., Bote vom Untermain |
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Miltenberg.
Der Mildenburghof ist geschlossen. Wann Touristen die Anlage wieder besichtigen können,
steht nicht fest – die Sanierung ist in vollem Gang. Das Gebäude ist komplett eingerüstet
(Foto: Anja Keilbach). Alle Handwerker wer-den den Winter durcharbeiten. Unklar in Sachen Burgbetrieb
sind noch organisatorische Fragen, etwa zu den künftigen Eintrittspreisen und dem Öffnungstermin des
Burghofs. Der Kostenrahmen in Höhe von 2,75 Millionen Euro wird nach aktuellem Stand eingehalten. Die
Stadt Miltenberg trägt einen Eigenanteil von 870?000 Euro. Der Rest wird mit Zuschüssen finanziert.
30./31.10., Bote vom Untermain |
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Miltenberg.
Neugierde sollen die neuen Broschüren des Vereins Churfranken bei Touristen wecken. Neben dem
Urlaubskatalog und dem Häckerkalender gibt es einen Prospekt für Besuche im Winter und ein umfangreiches
Internet-Angebot. Erstmals erscheint der »Churfränkische Weinfestkalender 2011«. Verein Churfranken,
Engelplatz 69, Miltenberg, Telefon 0 93 71/ 40 41 59; Internet: www.churfranken.de
17.11., Bote vom Untermain |
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Miltenberg.
»Sporenbilder von 400 Pilzarten« heißt das neue Buch von Volker Herrschaft. Es umfasst 436 Seiten
und ist das Ergebnis von 20 Jahren harter Arbeit. Am Mikroskop erforschte er Größe, Form, Farbe und
Gestalt der Sporen (Foto: Annegret Schmitz). So kamen 400 Sporenbilder zusammen. Die Pilze stammen
überwiegend aus Spessart und Odenwald. »Sporen werden in der Pilzliteratur oftmals nur am Rand erwähnt«,
so der Autor. In seinem Buch hat Herrschaft die meisten Pilzgattungen erfasst. Die Palette reicht von
Röhrlingen, Champignons, Pfifferlingsarten bis zu Schirmpilzen, Streiflingen und Kindlingen. Das Buch
ist für 12,50 Euro erhältlich bei Volker Herrschaft, Auweg 11, 63897 Miltenberg, Tel. 01 60 / 6 40 83 93.
4.11., Bote vom Untermain |
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Kleinostheim.
Wo früher Bauern auf dem Didier-Gelände in der Kleinostheimer Gemarkung »In der Lachgewanne«
auf Mais-äckern intensive Landwirtschaft betrieben, wachsen Auwald und Obstbäume auf einer Fläche
von fast neun Hektar. Den Auwald haben jetzt Experten und Naturfreunde in Augenschein genommen.
Der Didier-See und der neue Auwald stehen in räumlichem Zusammenhang mit dem Mainflinger Mainufer
und der ehemaligen Tongrube von Mainhausen. Dieses Gebiet ist geschützte Rast-, Überwinterungs- und
Brutstätte für Wasservögel und bedrohte Arten. Die drei früheren Ackerflächen wurden mit Gehölzen und
Obstbäumen bepflanzt. Gepflanzt wurden Erle, Esche und Stieleiche sowie Weidensträucher.
29.10., Main-Echo, Aschaffenburg |
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Lohr.
Laut Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt es im Kreis Main-Spessart eine stabile Vogelwelt.
Über 90 Arten wurden nun registriert. Dazu kamen jüngst Fasan, Raufußbussard, Hänfling und
Fichtenkreuzschnabel. Erwartungsgemäß blieben auch im vorigen Winter Amsel, Kohlmeise und Blaumeise
die häufigsten gefiederten Besucher in den Gärten von Main-Spessart. Diese Arten waren jeweils in mehr
als 95 Prozent der Gärten aller Teilnehmer der Vogelzählung des LBV zu beobachten.
21.10., Lohrer Echo |
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Lohr.
Ein ökologisch wertvoller Bereich des Naturschutzgebiets Homburg ist der Ölgrund bei Gössenheim.
Das feuchte Gelände ist in der wasserarmen Muschelkalkformation eine Besonderheit. Hier konnten sich
Orchideen ansiedeln, die im Landkreis Main-Spessart sonst nicht vorkommen: das Fleischfarbene Knabenkraut
(Foto: Walter Malkmus) und die Sumpf-Stendelwurz. Der einstmals große Bestand ist aufgrund unzureichender
Pflege stark zurückgegangen. Ende Oktober wurde ein Großteil der Mädesüß-Hochstaudenfluren gemäht und damit
den seltenen Orchideen eine neue Chance im nächsten Jahr gegeben.
16.11., Lohrer Echo |
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Lohr.
Seine Ideen dominierten den mainfränkischen Sakralbau des 18. Jahrhunderts, doch er ist fast vergessen:
Barockarchitekt Joseph Greissing. Viele seiner Bauwerke wurden fälschlich seinem Schüler Balthasar Neumann
zugeschrieben, so etwa die Kirche in Steinbach. Johannes Mack hat eine 800 Seiten starke Doktorarbeit über
den Architekten Greissing geschrieben. Die Steinbacher Kirche habe dieser ab 1718 bauen lassen. Die
Steinbacher Kirche zeige typische Elemente des Schaffens von Greissing: etwa den mit dem Gebäude
verschmolzenen Turm. Die »Ein-Turm-Fassaden« seien das wichtigste Merkmal Greissings, der den Kirchenbau
in Mainfranken nachhaltig beeinflusst hat.
23./24.10., Lohrer Echo |
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Lohr.
Ein merkwürdiger Anblick bot sich dem Wanderer im Hafenlohrtal: Wie von Zauberhand wuchs aus
dem Hut eines großen Echten Reizkers ein kleiner Reizker heraus (Foto: Walter Malkmus). Dieser
Ableger stellt eine Kuriosität dar, die sich nur äußerst selten bildet. Der Echte Reizker (Lactarius deliciosus)
hat eine karottenfarbene Milch, gehört zur Gruppe der Milchlinge und ist ein vorzüglicher Speisepilz.
26.10., Lohrer Echo |
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Lohr.
Der Lohrer Raum ist seit mindestens 2500 Jahren besiedelt: Der Aschaffenburger Historiker Dr.
Theodor Ruf berichtete jetzt über die Fortschritte an seinem neuen Buch über die Lohrer Geschichte.
Die Stadt habe zwischen Würzburg und Aschaffenburg die beste Lage. Damit sei der Stellenwert für eine
Siedlung »relativ klar«. Die Besiedlung des Spessarts bereits in der Bronzezeit (in Mitteleuropa bis
etwa 800 vor der Zeitenwende) sei durch Funde belegt. Was in Lohr bislang auf der Strecke geblieben ist,
sei die archäologische Forschung.
10.11., Lohrer Echo |
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Lohr.
Unverwechselbar ist der muschelförmige Spaltblättling (oben), der als Parasit auf Totholz wächst.
Während die Oberseite weißgrau gefärbt und zottig behaart ist, überrascht die violettgraue Unterseite
durch einen Strahlenkranz von Lamellen. Zu den seltenen Pilzen hierzulande gehören Stachelbärte. Sie
befallen als Parasiten kranke oder abgestorbene Laubbäume. Zu den drei im Spessart vor-
kommenden Arten gehört der Igel-Stachelbart (unten). Er entwickelt einen bis zu 30 Zentimeter
großen Fruchtkörper mit hängenden Stacheln. Der Ästige Stachelbart (mitte) bildet einen bis zu
50 Zentimeter großen Fruchtkörper. Alle Stachelbärte zeigen totholzreiche Wälder an und sind geschützt.
(Fotos: Walter Malkmus)
11.11., Lohrer Echo |
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Lohr.
Das Schwerpunktthema für 2011 haben die unterfränkischen Orts- und Kreisgruppen des Landesbunds für
Vogelschutz (LBV) auf der Regionalversammlung in Lohr festgelegt: die Wälder mit ihrer Bedeutung für
Klimaschutz und Artenvielfalt. Ziel sei es, das Bewusstsein um die Erhaltung aller Arten von Wäldern
zu fördern. Der LBV will sich verstärkt für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einsetzen.
12.11., Lohrer Echo |
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Lohr.
Begehrt bei der Vogelwelt sind reife Sonnenblumen in Feld und Garten. Neben Grünfinken und Meisen besucht
auch der Kleiber (Foto: Helmut Hussong) gern diese Nahrungsquellen. Mit seiner rostbraunen Unterseite, dem
durch das Auge gehenden schwarzen Streifen über dem Schnabel und der bläulich-grauen Oberseite ist der Vogel
unverwechselbar. Typisch ist auch, dass er mit dem Kopf nach unten klettert. Im Winter ist er oft in Gesellschaft
von Meisen zu finden.
13./14. 11., Lohrer Echo |
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Breuberg.
In der neuen Ausgabe seiner Vierteljahreszeitschrift »Der Odenwald« legt der Breuberg-Bund eine Palette
interessanter Artikel vor. Themen: »Osterenaha – ein Beitrag zur Geschichte von Reichsgut und Erzbergbau
im zentralen Odenwald«, »Weinbau in Reinheim und den heutigen Stadtteilen vor dem Dreißigjährigen Krieg«,
»Weihwedel, Weihkessel und Wetterhahn: Zeugen der Gegenreformation um 1630 in Leutershausen an der Bergstraße«,
»Die Mühlen in der Kellerei Amorbach 1699«. Die Zeitschrift »Der Odenwald« kostet fünf Euro und ist erhältlich
über die Stadtverwaltung in Sandbach, Tel. 0 61 63 / 7 09 22, Internet: www.breubergbund.de
21.10., Main-Echo, Obernburg |
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Wertheim.
Im Grafschaftsmuseum geben die Numismatiker des Historischen Vereins mit einer eigenen Vitrine erstmals
Einblick in ihre bedeutende Sammlung. Gezeigt wird eine Auswahl von Münzstempeln aus der Geschichte der
Wertheimer Münzstätte. Beginn der Münzgeschichte: Graf Eberhard von Wertheim hatte 1363 urkundlich das Recht
verliehen bekommen, eine Münzstätte in seiner Stadt einzurichten und Münzen zu seinem finanziellen Nutzen schlagen
zu lassen. Der Wertheimer Arbeitskreis Numis hat die insgesamt 196 Münzstempel gereinigt, beschriftet,
fotografiert und katalogisiert, sowie die Vitrine bestückt und aufbereitet.
25.10., Wertheimer Zeitung |
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Wertheim.
Über die Geschichte der Eulschirbenmühle (Foto: Bernd Dorbath) referierte Wertheims Museumsdirektor
Dr. Jörg Paczkowski. Sie wurde zwischen 1592 und 1595 erbaut. Der fast schlossartige Charakter mit
Schweifgiebeln, den beiden Erkern, den Zwerchhäusern und dem mittigen Treppenturm sowie Voluten und
Ornamenten zeugte von einem bedeutenden herrschaftlichen Anspruch im Stile des Manierismus, der deutschen
Variante der Renaissance, so der Referent. Dieser Charakter sei ungewöhnlich für ein Mühlengebäude.
Zuletzt wurde die Mühle in den 1950er Jahren renoviert. Dabei entfernte man Anbauten. Die Mühle wechselte
vielfach ihren Besitzer. Heute gehört sie zur Gemarkung Gamburg und befindet sich in Privatbesitz.
22.10., Wertheimer Zeitung |
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Erlenbach/Main.
Über »Einsiedler im Landkreis Miltenberg« hat Kreisheimatpfleger Dr. Werner Trost in Erlenbach gesprochen.
Über die Einsiedler seit dem 4. Jahrhundert gibt es kaum schriftliche Quellen. Am Anfang stand der heilige
Martin, der im 3. und 4. Jahrhundert mit seiner Lebensweise das Eremitentum im Abendland begründete und
damit auf seine Weise Kritik am sich als Staatsreligion etablierenden Christentum übte. Breit gefächert
sind die Motive, die Menschen zu einem Einsiedlerleben führten: Mal war es ein Schicksalsschlag, mal wählten
sie bewusst ein Leben, das nur eine Stufe auf dem Weg zum Tod sein sollte. In der Zeit des Barock schlug die
Bürokratie zu. Erzbischof Lothar Franz von Schönborn gründete die Kongregation der Eremiten, ließ die
Einsiedler erfassen. Die Aufklärung sorgte dafür, dass »Einsiedlerstellen« nach dem Tod des Einsiedlers
nicht neu »besetzt« wurden.
22.10., Main-Echo, Obernburg |
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Esselbach-Steinmark.
Manfred Kern hat die Lebenserinnerungen seines Groß-vaters Johann Kern neu aufgelegt. 1963 erhielt
Johann Kern aus Steinmark für seine astronomische Arbeit das Bundesverdienstkreuz. Von 1957 bis 1968
schrieb er seine Lebensgeschichte nieder. Sein Enkel Manfred Kern hat diese nun als Buch neu aufgelegt.
214 Seiten mit Fotos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat er zusammengestellt. Nur 100 Exemplare
existieren. Das Buch »Johann Kern, Sterngucker, Schnapsbrenner und Bauer« ist bei Manfred Kern,
Tel. 0 93 94/ 87 75, oder bei Erwin Kern, Tel. 0 93 94/ 7 47, erhältlich.
6./7.11., Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Erlenbach/Kreis Main-Spessart.
Im Dorfmuseum von Erlenbach ist eine komplett erhaltene Schusterwerkstatt zu sehen. Erhalten geblieben
ist eine Nähmaschine aus dem Jahr 1877. Auch Absätze und hufeisenartige Beschläge gehören zum Repertoire.
Die Fertigkeiten eines Schusters im 19. Jahrhundert gingen über das reine »Schustern« hinaus. So waren Gürtel,
Hosenträger oder Lederhosen im Programm eines Schuhmachers. Zu bestaunen sind zudem unbekannte Geräte aus der
Landwirtschaft – beispielsweise ein Mäusebohrer. Damit bohrten Kinder auf dem Feld nach Mäusen, als ein Plage
herrschte (Fotos: Steffen Schreck). Im Obergeschoss sind Geschirre zum Einspannen und Maulkörbe aus Draht für
die Bullen zu sehen. Terminvereinbarung: 0 93 91/32 55.
23./24.10.; 8.11., Main-Echo, Marktheidenfeld |
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Würzburg.
Die fränkischen Winzer haben heuer die mengenmäßig geringste Ernte seit 1985 eingefahren. Nur 340 000 Hektoliter
landeten im Keller – 19 Prozent weniger als im Durchschnitt der vorigen zehn Jahre. »Ich rechne mit einer Erhöhung
der Preise zwischen fünf und zehn Prozent«, sagte der Präsident des fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann,
bei der Erntebilanz in Würzburg. Einzelne Winzer müssten bis zu 40 Prozent weniger Ertrag bei doppelten Lesekosten
verkraften, hieß es bei der Erntebilanz. Der 2010er Wein sei besser als sein Ruf, versicherten Experten. Vor allem
der Silvaner habe ihn gerettet. Auch beim Riesling könne man mit tollen Weinen rechnen.
28.10., Seite Franken & Rhein-Main |
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Glattbach.
Walter Roos, Siegfried Rischar, Joachim Schmidt und Helmut Gehrig: Werke der vier Künstler sind in einer
Ausstellung in Glattbach zusammengeführt. Alle vier haben den Zweiten Weltkrieg erlebt, den Horror dieser
Zeit überlebt. In ihren Werken zeigt sich, dass sie es nicht vergessen konnten. Die Ausstellung ist zu sehen
bis 3. Juli 2011 im Kunst-Raum des Kunstvereins, Altes Schwesternhaus, Hauptstraße 111, Glattbach. Geöffnet
im Dezember sonntags 14 bis 17 Uhr, von Januar bis Juli an jedem ersten Sonntag im Monat 14 bis 17 Uhr.
Internet: www.kunstverein-glattbach.de
6./7.11., Main-Echo, Kultur |
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Großostheim.
Das renovierte Gebetshäuschen auf der Friedhofsmauer in Großostheim-Wenigumstadt ist gesegnet
(Foto: Thorsten Rollmann). Im Zuge der Generalsanierung der Mauer hatte die Gemeinde Großostheim
das marode Heiligenhäuschen mit der Pietà erneuern lassen. In der Nische der Ädikula – so der kirchliche
Fachbegriff für das kleine Häuschen – stand eine Schmerzensmutter, deren Zustand so schlecht war wie die
Mauer selbst.
3.11., Main-Echo, Aschaffenburg |
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Großostheim.
Nach sieben Jahren Pause wurde der vierte und letzte Band der Reihe »Großostheim – wie es einmal war« vorgelegt.
Auflage: 1200 Stück. Auf 900 Seiten sind 2650 Fotos abgebildet, die in die ehemalige dörfliche Idylle zurückführen,
die von der Landwirtschaft geprägt war. Mitgeliefert wird ein Verzeichnis aller abgebildeten Personen, soweit sie
recherchiert werden konnten. Dass Großostheim einmal das größte Bauerndorf Bayerns war, lebt nur noch in der Erinnerung
und im Bachgaumuseum fort. Der Bildband ist erhältlich im Rathaus, im Bachgaumuseum und in Geschäften.
30./31.10., Main-Echo, Aschaffenburg |
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Kreuzwertheim.
Vor 243 Millionen Jahren lag die Stelle, wo heute Wertheim zu finden ist, noch Tausende Kilometer südlich,
etwa auf Höhe des heutigen Nordafrikas. Mit verblüffenden Informationen und steinernen Zeugen der Erdgeschichte
hat Bernd Wolz, Hobby-Geologe und Naturführer aus Kreuzwertheim, über die Geologie der Heimat referiert. Vor 243
Millionen Jahren, so nimmt man an, brach das Ur-Meer aufgrund tektonischer Verschiebungen ins germanische Becken
ein. Die Stelle, wo heute Wertheim zu finden ist, wanderte daraufhin langsam von Afrika Richtung Europa.
4.11., Wertheimer Zeitung |
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Aschaffenburg.
Carl Theodor von Dalberg (Foto: privat) als heroischer Jüngling in hellem Marmor, im Profil als Kupferstich,
als Seidenstickerei oder als psychologisierendes Ölporträt, wie es der Maler Johann Friedrich August Tischbein
angefertigt hat: Der letzte Mainzer Kurfürst, der von 1802 bis 1814 Aschaffenburg regierte und prägte, hat viele
Gesichter, wie eine Ausstellung im Aschaffenburger Schloss belegt. Die Schau zeigt Dalberg in zahlreichen Facetten:
als Politiker, als Geistlichen, als Förderer der Kultur, als Freund Friedrich Schillers, Johann Gottfried Herders
und Jean Pauls sowie als Humanisten und Künstler. Schloss Johannisburg: dienstags bis sonntags 10 bis 16 Uhr
(bis 30. Januar 2011).
4.11., Main-Echo, Aschaffenburg |
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Frammersbach.
Eine neue Dauerausstellung ist im Frammersbacher Fuhrmanns- und Schneidermuseum zu sehen. Gezeigt werden rund 100
aufgearbeitete Fundstücke aus der Zeit der baubegleitenden archäologischen Grabungen des Museums im Jahr 2003.
Die Funde aus der Zeit um 1420 geben Einblick in das Leben der Dorfhandwerker. Bestätigt ist, dass es im 15. Jahrhundert
im Hinterdorf einen Flickschuster, einen Schmied, einen Holzarbeiter und einen Glasbläser gegeben hat. Museum: Hinterdorf
10, Frammersbach, Tel. 09355/971211; Internet: www.frammersbach.de
11.11., Lohrer Echo |
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Amorbach.
Nicht immer haben Burgherren und Geistlichkeit im Mittelalter konfliktfrei zusammengelebt,
aber es gibt auch zahlreiche Zeugnisse eines harmonischen Miteinanders. Dieses Spannungsfeld stand
im Mittelpunkt des Symposiums zur Burgenforschung in Odenwald und Spessart. Harald Rosmanitz (Archäologisches Spessartprojekt)
sagte, das Thema »Kirche und Herrschaft« biete zahlreiche Forschungsansätze. Häufig seien kirchliche Interessen in
Konkurrenz mit weltlichen Interessen getreten – beispielsweise zwischen den Herren von Rieneck und den Mainzer Erzbischöfen.
15.11., Bote vom Untermain |
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Mönchberg.
Wildschäden und abnehmende Anbauflächen waren Themen auf der Herbsttagung des Bayerischen Bauernverbands
in Mönchberg. Wiesen würden von Wildschweinen zerstört (Foto: Victoria Schilde), die Rotten würden von Jahr
zu Jahr größer, die Jägerschaft diskutiere über Senkung der Jagdpacht und Deckelung der Wildschäden, hieß es.
Der gute Wille einiger Jäger, die Schwarzwildbestände zu mindern, werde durch Jagdpächter in Nachbarrevieren
zu Nichte gemacht, die sich weigern, an revierübergreifenden Drückjagden teilzunehmen.
17.11., Main-Echo, Obernburg |