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Wandervorschlag
Tourenlänge:
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Vom Bahnhof in Wertheim gehen wir in Richtung Tauberbrücke und bleiben auf der rechten Tauberseite bis zum zweiten Fußgängersteg. Diesen überschreiten wir und kommen zum Rosengarten beim Gebäude der ehem. Fürstlichen Hofhaltung. Im Innenhof ist u. a. das Rathaus untergebracht. Wir gehen rechts entlang der Straße durch eine Arkade bei den Bürgerhäusern. Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir den Tunnelmund des ehemaligen Schlossbergtunnels (aufgelassene Bahnlinie). Am Ende der Bebauung gehen wir über die Straße und links den Mühlbergweg hoch. Dort sehen wir auch die Markierung (roter Kelch) an der Mauer. Die Steigung ist bald überwunden. Am Weinfass gehen wir links vorbei und folgen danach dem rechten Weg. Auf ebenem Weg umwandern wir den Flöhberg. An einer Abzeigung bei einer Bank verlassen wir die Markierung und gehen links weiter. Durch die ehemaligen Weinbergsanlagen, die mit Apfelbäumen durchsetzt sind, wandern wir oberhalb von Waldenhausen weiter. Waldenhausen lag schon im 12. Jh. im Schnittpunkt der wirtschaftlichen Interessen der Fürstbischöfe von Würzburg und dem Kloster Bronnbach. Neben der Kirche sieht man die ehem. Mühle, die bis zum 18. Jh. für die Versorgung von Wertheim genutzt wurde. Die nächste Gebäudegruppe im Tauberbogen ist die Teilbacher Mühle. Hier mussten die Reicholzheimer Bauern auf Anweisung des Klosters Bronnbach ihr Korn mahlen lassen. Die Abgaben an das Kloster waren hoch und zwangen mehrere Müller zur Aufgabe. Nach einem Waldabschnitt mündet unser Weg in einen Asphaltweg. Nach kurzer Wegstrecke verlassen wir diesen und gehen geradeaus, ohne Markierung, in einen Wiesenweg. Eine Infotafel auf einem Sandsteinquader erläutert die frühere Bedeutung der aufgelassenen Weinberge. Unser Weg durch die Weinbergsterrassen führt uns nach einem Rechtsknick bei einer Scheune zur Dreifaltigkeitskapelle (1894) mit einem alten Bildstock aus dem 15. Jh. Unterhalb der Kapelle ist eine Aussichtsterrasse mit einem Kriegerdenkmal, von wo aus sich ein schöner Blick auf den Weinort Reicholzheim bietet. Reicholzheim gilt als das älteste Dorf und Urpfarrei des unteren Taubertales und war stets eng mit dem Kloster Bronnbach verbunden. (Ab der Kapelle können wir auch nach Reicholzheim absteigen). Unser Weg führt über den leicht ansteigenden Grasweg halblinks weiter. In Sichtweite einer Häusergruppe gehen wir links um diese herum und wieder rechts bergab. An der Verzweigung stehen wir links vor dem "Steinkreuznest". Neben einem Bildstock sind 14 Steinkreuze dicht an dicht am Hang eingemauert. Bei Mord und Totschlagvergehen wurden solche Kreuze als Sühnekreuze in den Fluren erstellt. Den elf bereits vorhandenen Kreuzen wurden weitere bei der Feldbereinigung um 1900 hinzugesetzt. An der nächsten Verzweigung folgen wir dem mittleren Feldweg mit der Markierung M/D (Main-Donau-Weg) bergab. Links oben steht das ehem. Klostergut "Schafhof". Der ehemalige Versorgungshof wurde wegen des Tauberhochwassers von den Mönchen auf dieser Anhöhe angelegt. Der Weg führt weiter sanft abfallend rechts bergab zum Kloster Bronnbach. Das Kloster wurde nach einer Urkunde 1151 durch die Zisterzienser gegründet. Es wird heute u.a. für Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte genutzt. Führungen sind möglich. Es wurde 2007 vom Landkreis Main-Tauber erworben und wird als Eigenbetrieb mit einer Nutzung durch das Land Baden-Württemberg geführt.(www.kloster-bronnbach.de, E-Mail info@kloster-bronnbach.de, Tel. 09342/39596). Es ist eine Gaststätte vorhanden. Unser Rückweg führt uns bis zur Dreifaltigkeitskapelle auf dem gleichen Wegverlauf. Ab der Kapelle gehen wir auf dem Asphaltweg mit der Markierung "E 8" und "M/D" ein kurzes Stück weiter. Der Weg führt dann links am Wald entlang leicht bergauf. Auf der Hochebene sehen wir rechts draußen die Windräder von Höhefeld und rechts vor uns die Sternwarte. Nach einem weiteren Waldstück ist rechts der Haidhof zu sehen. Über offenes Feld und vorbei an alten Weinbergsmauern nähern wir uns, teilweise etwas steil bergab, der Burg und der Stadt Wertheim. Unterhalb der Burg haben wir Ausblicke auf die Stadt mit der Stiftskirche und die Kapelle der Grafen Löwenstein-Wertheim (heute Museum). Der schön gestaltete Marktplatz und die Fachwerkhäuser laden zum Verweilen ein. Der Weg über die Tauberbrücke führt uns in wenigen Minuten rechts zum Bahnhof zurück. Siegfried Lang, Aschaffenburg |