Wandervorschlag

Von Kapellen und schönen Aussichten

Anfahrt/Rückfahrt:
Mit dem Linienbus VAB Linie 23 (Samstag, Sonn- und Feiertage Linie 20) von Aschaffenburg über Goldbach, Hösbach nach Rottenberg, oder BAB 3 Abfahrt Hösbach Richtung Schöllkrippen, Mömbris nach Rottenberg.

Wanderkarten:
1:50 000: Fritsch Nr.98 Naturpark Spessart Blatt Nord. Die Karten sind erhältlich in der Geschäftsstelle des Spessartbundes in Aschaffenburg, Treibgasse 3, Telefon: (06021)15224

Wegemarkierung:
D-Weg (Dr.-Heinrich-Degen-Weg) ab Rottenberg an der Kirche (Parkplatz an der Georg-Blass-Straße), über Schimborn bis nach Daxberg, ab Daxberg = Roter Ring Nr. 79 nach Rottenberg.

Tourenlänge:
ca. 18 km, Höhenmeter: 278 = Rottenberg, 185 = Schimborn, 313 = Daxberg, Rundwanderung


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Start an der Antoniuskirche in Rottenberg (1904–1909), deren Besichtigung sich lohnt. Am Parkplatz mit der Markierung »schwarzes D« in Richtung Norden. Nach 250 Meter geht es auf der Straße »Am Zollstock« auf dem D-Weg in Richtung Westen, vorbei am Waldfriedhof, bis zum Ortseingang Schimborn. An der Feldkahler Kapelle haben wir eine schöne Aussichtpunkte über Feldkahl, Breunsberg, Johannesberg (mit Kirche), nach Aschaffenburg und in den Odenwald. In der Nähe erinnert die 1991 erbaute Gedenkkapelle an die 79 Feldkahler Menschen, die in den beiden Weltkriegen 1914–1918 und 1939–45 ihr Leben lassen mussten.

Der markierte Weg überquert die Straße und verläuft rechts am Waldrand. An der Wegkreuzung haben wir eine schöne Aussicht in den oberen Kahlgrund. Bald erkennen wir andeutungsweise rechts im Wald sogenannte Hünengräber mit ihren Erdanhäufungen. Nach ca. 3,5 Kilometer grüßt uns die 1984 erbaute Schimborner Kapelle »Maria im Aufgang«. Der in Schimborn geborene Weihbischof Helmut Bauer wollte damit an den Abschluss der Flurbereinigung in Schimborn im gleichen Jahr erinnern. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick zum Glasberg bei Daxberg und zum Hahnenkamm. Im Tal sehen wir bald Schimborn links und Königshofen, Blankenbach, Schöllkrippen rechts sowie den oberen Kahlgrund mit Großlaudenbach und Großkahl. Im Tal überqueren wir die Staatsstraße, die nach Schöllkrippen führt und verlassen die Markierung des D-Weges. In Schimborn biegen wir an der dritten Straße nach rechts in den Pfarrwiesenweg ein. Der führt zunächst talwärts bis zu dessen Ende und dann nach links auf den Fußweg, steigt aber nach Überquerung der Hauptstraße (Kahlgrundstraße) bald bergauf zur neuen Schimborner Kirche mit ihrem Friedhof. Hier stand im 19.Jahrhundert ein Kirchlein, von dem eine alte Holzplastik in der neuen Kapelle ihren Platz fand. Jetzt begegnet uns wieder die Markierung des schwarzen D, die wir am Ortseingang verlassen hatten. Nach ca. 300 Metern entdecken wir links am Weg ein steinernes Sühnekreuz. Hier schweift der Blick nach Nordosten zum Hofgut Hauenstein auf der Höhe und nach rechts zu den Ortschaften Königshofen, Blankenbach und Vormwald; im Osten sehen wir jetzt unseren Ausgangspunkt Rottenberg. 100 Meter weiter zeigen sich im Westen Mensengesäß und Niedersteinbach mit ihrer neuzeitlichen, dominanten Kirche in der Ortsmitte. Links von unserem Wanderweg befindet sich der Glasberg, der Hausberg von Daxberg, den wir seit der Schimborner Kapelle in mittlerer Höhe umgehen. Nach etwa eineinhalb Kilometern biegt links mit neuer Markierung (Roter Ring Nr. 79) der Weg in Richtung Daxberg ab.

In Daxberg am Glashof haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. An der Kreuzkirche (1939) begegnet uns die 1859 erbaute Dorfkapelle. Die diente nach dem 2. Weltkrieg der freiwilligen Feuerwehr als Gerätehaus, bis sie 1988 renoviert werden konnte. Im Inneren das Kriegerdenkmal, ein handgeschnitztes Kreuz und ein schmiedeeiserner Leuchter.

Wir verlassen den Ort in Richtung Breunsberg. An einer Wegkreuzung liegt links die kleine Kapelle »Maria am Wäldchen« (eingeweiht 1999) mit Bronzeglocke und vergoldete Marienstatue. Der Feldweg Richtung Breunsberg bietet in Richtung Osten eine schöne Aussicht nach Rottenberg, in Richtung Südost nach Keilberg und ins Aschafftal. Nach knapp einem Kilometer sehen wir die Breunsberger Kapelle »Zum guten Hirten«, erbaut 1997.

Auf der Ortsverbindungsstraße von Breunsberg nach Daxberg folgen wir der Abzweigung nach Schimborn und biegen nach 500 Meter nach rechts, wo wir wieder auf unsere Markierung Roter Ring Nr. 79 treffen. Nach dem Wald gehen wir auf einem Schotterweg weiter bis zur Staatsstraße an der Abzweigung nach Wenighösbach. Hier verlassen wir die Wegemarkierung Roter Ring Nr. 79, überqueren die Staatsstraße nach links, gehen auf einem schmalen Pfad durch eine kleine Hecke und kommen dahinter auf einen Feldweg, der links am Golfplatz vorbeiführt. Wir gehen jetzt ca. 500 m ebenen Weg und bergab und wieder 800 m bergauf bis zum Feldkahler Sportplatz und zu einem steinernen Wegkreuz an der Verbindungsstraße nach Feldkahl. Der Weg steigt rechts bergan am bis zur Abzweigung nach links am »Schäferhof Beck«. Wieder genießen wir die Aussicht: links unten im Tal Feldkahl und im Osten vor uns Rottenberg und gehen auf dem Teer- und Schotterweg bis zum Industriegebiet von Feldkahl und Rottenberg. Nach ca. einem Kilometer biegen wir nach links in den Kastanienweg oder Buchenweg ins Industriegebiet ein, wo wir wieder unsere Wegemarkierung Roter Ring Nr. 79 antreffen, die uns zum Parkplatz und zum Start unserer Wanderung an der Kirche führt. Wer mit dem Linienbus gekommen ist geht nach rechts und erreicht nach wenigen Metern die Bushaltestelle »Am Dorfplatz« Richtung Aschaffenburg. Rudi Lippert, Hösbach-Rottenberg