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Wandervorschlag
Wanderkarten:
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Wegemarkierung: Ab Parkplatz Kreuzsteintor »rotes Dreieck« Nr. 38 bis zum Kreuztor und ab dem Gedenkstein Wolfsbuche. Im Kropfbachtal »roter Punkt« Nr. 16 bis zum Hasenstabkreuz. Auf dem Rückweg nach der ersten Abzweigung durchgehend »rotes Dreieck« Nr. 38 bis zum Parkplatz. Bedingt durch die derzeit laufende Umstellung der Wandermarkierungen werden die angeführten Markierungen in den folgenden Jahren durch Richtungsanzeiger an den Wegverzweigungen ersetzt.
Weglänge: |
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Von der Straße durch das Dammbachtal zweigt zwischen Rohrbrunn und Krausenbach eine Verbindungsstraße
nach Altenbuch ab. Auf der Kammhöhe ist der Parkplatz »Kreuzsteintor« eingerichtet. Hier beginnt unser
Wanderweg. Wir queren die Straße und folgen den Markierungen »rotes Dreieck« Nr. 38 und dem »E«,
leicht ansteigend durch lichten Buchenwald. Nach ca. 30 Minuten kommen wir an die Kreuzung »Kreuztor«,
die wegen der sieben verzweigenden Wege etwas verwirrend aussieht. Es ist eine Wandertafel vorhanden
sowie einige Markierungen und Hinweiszeichen. Ein verwittertes Schild mit der Aufschrift »Laudensack
Denkmal« verweist auf unseren Weiterweg nach rechts. Dieser Weg führt ohne Markierung fast eben durch
den Buchenwald. Nach einer engen Kurve achten wir während der nächsten hundert Meter auf die linke
Wegseite. Dort steht nach einer kleinen Kurve links im Wald eine unscheinbare Sandsteinsäule auf einem
Sockel. Die Säule soll einen abgebrochenen Baumstamm darstellen und gibt Zeugnis vom gewaltsamen Tod des
königlichen Waldaufsehers Lorenz Laudensack, der an dieser Stelle 1882 von einem Wilderer erschossen worden
ist.
Nach einer Wegstrecke von ca. 15 Minuten zweigt ein unscheinbarer, etwas steiler Weg nach links ab. Die grüne Markierung des Hasenstab-Weges mit dem markanten Kopf, dem Schlapphut und dem geschulterten Gewehr ist der Hinweis für die Wegführung. Nach einem steilen Stück mündet der Pfad in einen Waldweg und kommt an einem Holzlagerplatz auf einen breiten Forstweg. Wir gehen auf dem Forstweg nach rechts und an der nächsten Verzweigung nach links. Unmittelbar nach dieser Verzweigung steht links im Wald eine Sandstein-Pyramide ohne Spitze. Wir stehen vor dem »Gedenkstein Wolfsbuche«. Er markiert die Stelle, an welcher der letzte Wolf im Spessart getötet worden sein soll. Anfänglich stand hier eine Eiche, danach eine Buche und um 1930 wurde die Pyramide errichtet. Vorbei am Gedenkstein führt die Forststraße mit der uns schon bekannten Markierung »rotes Dreieck« Nr. 38 und der Hasenstab-Markierung nach links und zunächst leicht, dann steil bergab in das Kropfbachtal zum Hasenstab-Kreuz. Bei der Wegverzweigung im Tal stoßen wir auf die Markierung »roter Punkt« Nr. 16 und folgen ihr nach rechts. Der Talgrund wurde zum Teil gerodet und die angelegten Feuchtbiotope bieten eine Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Nach ca. 800 Metern sehen wir links ein eingezäuntes Areal mit einem niedrigen Sandsteinkreuz. Die Initialen J.A.H.St. mit der Jahreszahl 1773 erinnern an J(ohann) A(dam) H(asen)st(ab), der zu seiner Zeit wohl der bekannteste Wilderer im Spessart war, und von den Jägern der Mainzer Bischöfe lange Jahre vergeblich gesucht wurde. In der Nähe des Sühnekreuzes, das übrigens heute noch mit Blumen und Zweigen geschmückt wird, wurde er 1773 durch eine Kugel aus dem Gewehr des Oberförsters Johann Sator getötet. Eine Bank und eine Hinweistafel, mit einem Abriss der Lebensgeschichte des Hasenstab, laden zum Verweilen ein. Vom Gedenkstein bis hierher sind es rund zwei Kilometer. Wir gehen den gleichen Weg wieder zurück und müssen dabei wohl das steilste Wegestück auf unserer Tour hochgehen. Wir achten auf die Abzweigung nach links mit der Markierung »rotes Dreieck« und gehen am Gedenkstein vorbei geradeaus auf der Forststraße, vorbei am Holzlagerplatz, weiter. Kurz danach zweigt die Markierung nach links ab und führt uns direkt zu einem markantes Haus mit einem Sandsteinunterbau. Wir stehen vor dem Jagdhaus »Dianalust«, das zur Zeit des Prinzregenten Luitpold von Bayern ein Stützpunkt bei den bayerischen Hofjagden war. Unten waren die Einstellmöglichkeiten für die Pferde und Kutschen. Eine steile Holztreppe führt in die kleinen Räumlichkeiten darüber. Der Prinzregent kam von 1886 bis 1911 jeden Winter in den Spessart. Bei der »Dianalust« sind wir am mit 500 Meter N/N, höchsten Punkt unserer Wanderung. Rechts am Jagdhaus vorbei windet sich der Weg eben an den Hängen des Querberg entlang. An der Kreuzung »Kreuztor« haben wir es diesmal leichter mit der Wegfindung. Die Markierung wird noch durch das »E« ergänzt und führt uns in rund 25 Minuten zu unserem Ausgangspunkt zurück. Wer nicht genügend Rucksackverpflegung mit-geführt hat, kann mit dem Pkw auf einem schmalen Sträßchen vom Parkplatz zum »Hundsrückhof« (heute »Wildwirt«) zu einem »Abschlusshock« fahren. Siegfried Lang, Aschaffenburg |